Brandenburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Datenschutzdebatte in Brandenburgs Polizeiarbeit
Potsdam () – Nach Berichten von Netzpolitik.org und des Bayerische Rundfunk über Datenkäufe des Landeskriminalamtes (LKA) haben die Brandenburger Grünen einen sofortigen Stopp der Praxis gefordert. Wie der Landesvorsitzende Clemens Rostock am Mittwoch sagte, sei der Erwerb von Daten bei kommerziellen Datenhändlern durch die Polizei illegal.
Die Grünen verlangen zudem die Löschung aller bereits beschafften Daten und eine umfassende Aufklärung durch Innenminister Jan Redmann (CDU).
Hintergrund der Forderung sind Berichte, wonach auch das LKA Brandenburg auf Daten von sogenannten Datenbrokern zurückgegriffen haben soll. Diese Daten stammen unter anderem aus App-Tracking, bei dem oft ohne wirksame Einwilligung der Nutzer Standortdaten gesammelt werden.
Aus diesen Informationen lassen sich Bewegungsprofile erstellen, die Rückschlüsse auf Wohnort, Arbeitsplatz oder regelmäßige Besuche bei Kliniken oder Beratungsstellen zulassen. Rostock kritisierte, dass damit rechtsstaatliche Kontrollen umgangen würden, da für eine vergleichbare Funkzellenabfrage ein Richtervorbehalt nötig sei.
„Es kann in einem liberalen Rechtsstaat nicht sein, dass der Einkauf auf einem dubiosen Datenmarkt den Richter ersetzt“, erklärte Rostock.
Er forderte Redmann auf, vollständige Transparenz zu schaffen und offenzulegen, welche Daten genutzt wurden, von welchen Firmen sie stammen, welche Kosten entstanden sind und in welchen Verfahren sie eingesetzt wurden. Sollte der Innenminister diese Aufklärung nicht liefern, müsse der Landtag sie einfordern.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Brandenburger Grüne fordern sofortigen Stopp der Datenkäufe des LKA.
- Erwerb von Daten bei kommerziellen Datenhändlern wird als illegal betrachtet.
- Forderung nach Löschung bereits beschaffter Daten und umfassender Aufklärung durch Innenminister.
Warum ist das wichtig?
- Illegaler Datenkauf untergräbt rechtsstaatliche Prinzipien.
- Erstellung von Bewegungsprofilen ohne Zustimmung der Nutzer ist problematisch.
- Notwendigkeit der Transparenz und Aufklärung über Datenquellen und -nutzung.
Wer ist betroffen?
- Brandenburger Grüne
- Polizei
- Innenminister Jan Redmann (CDU)
Zahlen/Fakten?
- Brandenburger Grünen fordern sofortigen Stopp der Datenkäufe durch LKA.
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- Nutzung von Daten, die aus App-Tracking stammen, kritisiert.
Wie geht’s weiter?
- Sofortiger Stopp der Datenkäufe durch die Polizei
- Löschung aller bereits beschafften Daten
- Umfassende Aufklärung durch Innenminister Jan Redmann
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