Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politische Kontroversen um Präsidentschaftskandidatur in Berlin
Berlin () – In der CDU gibt es ersten Widerspruch gegen eine mögliche Kandidatur von Ilse Aigner (CSU) als Bundespräsidentin.
„Markus Söder macht sehr oft sehr gute Vorschläge. Aber in diesem Fall sind ja mehrere gute Kandidatinnen und Kandidaten in der Diskussion“, sagte der CDU-Mitgliederbeauftragte Philipp Amthor dem „Stern“. „Es wird sich gut fügen.“ Grundsätzlich sei er für eine Frau im Schloss Bellevue. „Ich bin sicher nicht der Erste, der das für eine gute Idee hält.“
Söder hatte sich im „Münchner Merkur“ hinter eine mögliche Kandidatur der bayerischen Landtagspräsidentin Aigner gestellt. Auch von anderen CSU-Politikern kam umgehend Unterstützung für die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin. Der Vorstoß aus München stieß in der CDU-Spitze auf Überraschung. In der Kanzlerpartei gibt es mehrere Frauen, denen eigene Ambitionen auf eine Kandidatur nachgesagt werden, darunter Familienministerin Karin Prien. Auch Annegret Kramp-Karrenbauer, Chefin der Adenauer-Stiftung, soll dem Vernehmen nach intern erste, vorsichtige Sondierungsgespräche geführt haben.
Offener äußerte sich der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger. „Ich begrüße jeden geeigneten Vorschlag“, sagte Bilger am Freitag dem Nachrichtenportal T-Online. „CDU und CSU werden über den Sommer einen Personalvorschlag erarbeiten.“
Zuvor hatte bereits der Vizefraktionschef der Union, Sepp Müller, Söder gutgeheißen. Er sagte: „Den Vorstoß von Markus Söder unterstütze ich ausdrücklich. Ilse Aigner habe ich im Deutschen Bundestag wie auch als Präsidentin des Bayerischen Landtags als integrative, bürgernahe Persönlichkeit erlebt. Sie vereint genau jene Qualitäten, die dieses Amt erfordert. Sollte sie sich zur Wahl stellen, gilt ihr meine Unterstützung – klar und aus voller Überzeugung.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ilse Aigner (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Interne Diskussionen über Ilse Aigners mögliche Kandidatur als Bundespräsidentin in der CDU.
- Unterstützung von CSU-Politikern, aber auch Widerspruch aus der CDU-Spitze.
- Mehrere Frauen in der CDU könnten Ambitionen auf die Kandidatur haben.
Warum ist das wichtig?
- Diskussion um passende Präsidentschaftskandidaten der CDU/CSU
- Stärkung der Rolle von Frauen in politischen Führungspositionen
- Interessensbekundungen und Unterstützung für verschiedene Kandidaten fördern parteiübergreifende Zusammenarbeit
Wer ist betroffen?
- Ilse Aigner (CSU)
- CDU-Mitgliederbeauftragte Philipp Amthor
- Familienministerin Karin Prien
Zahlen/Fakten?
- CDU und CSU diskutieren mögliche Kandidatur von Ilse Aigner als Bundespräsidentin
- Unterstützung von Markus Söder und weiteren CSU-Politikern
- In der CDU gibt es mehrere Frauen mit Ambitionen auf eine Kandidatur, darunter Karin Prien und Annegret Kramp-Karrenbauer
Wie geht’s weiter?
- CDU und CSU erarbeiten Personalvorschlag über den Sommer
- Diskussion über geeignete Kandidatinnen und Kandidaten fortsetzen
- Euphorie um Aigner könnte zu internen Debatten führen
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