Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Angriff auf Erinnerungskultur in Kiel
Kiel () – Unbekannte haben in Kiel ein Mahnmal für eine zerstörte Synagoge geschändet. Der Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Christian Dirschauer, teilte mit, dass es sich dabei nicht nur um Sachbeschädigung, sondern um einen Angriff auf die Erinnerungskultur handele.
Wer ein solches Mahnmal schände, trete das Andenken an die jüdischen Menschen, die aus dem Stadtbild und dem Leben gelöscht wurden, mit Füßen.
Dirschauer betonte, dass die bislang nicht festgestellte politische Motivation nichts an der Schwere der Tat ändere. Antisemitismus beginne nicht erst mit Bekennerschreiben, sondern zeige sich dort, wo Respekt, Empathie und historische Verantwortung bewusst missachtet würden.
Die Tat wurde am Montag bekannt.
Gerade in einer Zeit, in der jüdisches Leben in Deutschland wieder verstärkt unter Druck gerate, dürfe es kein Wegsehen geben, so der Fraktionsvorsitzende weiter. Gedenkorte seien keine Kulisse, sondern Verpflichtung und verdienten Schutz, Aufmerksamkeit und eine klare Haltung.
- Tausende Häftlinge vorzeitig aus Gefängnis entlassen - 20. März 2026
- Lehrerverband sieht Verbot von Messengerdiensten kritisch - 20. März 2026
- Merz will KI-Verordnung komplett auf den Prüfstand stellen - 20. März 2026
