Rufe nach härteren Strafen für Islamisten nach CSD-Anschlag

26. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik: Debatte um Islamismus und Justiz

() – Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU), kritisiert nach dem Anschlag auf den CSD die Aussetzung von Strafen für Islamisten auf Bewährung.

„Gerade beim Islamismus haben wir es eben mit einer hohen Bedrohungslage und auch ideologischem Fanatismus zu tun“, sagte er dem Fernsehsender „Welt“. Und der müsse vielleicht noch mehr als in anderen Bereichen bei derartigen Entscheidungen – beispielsweise, ob jemand Bewährung bekomme oder nicht – berücksichtigt werden.

Er forderte, man müsse auch schon im Vorfeld möglicher Taten die Bedrohungslage ernst nehmen.

Dazu gehöre die Feststellung, dass gerade im islamistischen Bereich ein hoher Fanatismus bestehe, der durch Situationen im oder im Gazastreifen noch einmal angeheizt worden sei. Deswegen gelte es, eine hohe Wachsamkeit zu haben und eine entsprechende Konsequenz bei möglichen Entscheidungen, ob jemand Bewährung erhalte oder andere Maßnahmen.

Bei islamistischer Gefahr seien alle in der Gesellschaft zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgerufen – das gelte ausdrücklich auch für die Gerichte, so Throm weiter.

„Das Leben, die Welt hat sich einfach in den letzten Jahren ein Stück weit verändert. Und das müssen wir als Sicherheitsbehörden, als Gesetzgeber – aber, ich sage es ganz bewusst, auch als Gerichte, beispielsweise – nachvollziehen und dem gerecht werden.“

In der Vergangenheit war der als CSD-Attentäter beschuldigte Abdul B. bereits zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt worden – die Strafe wurde jedoch auf Bewährung ausgesetzt, obwohl schon damals seine Zugehörigkeit zur islamistischen Szene bekannt war.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizei am Tatort nach Todesfahrt beim CSD

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Rufe nach härteren Strafen für Islamisten nach CSD-Anschlag

Berlin - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Nach einem Anschlag auf den CSD kritisiert Alexander Throm (CDU) die Aussetzung von Strafen für Islamisten auf Bewährung
  • Er fordert, bei solchen Entscheidungen die hohe Bedrohungslage sowie islamistischen Fanatismus stärker zu berücksichtigen und schon im Vorfeld konsequent zu handeln
  • Er verweist darauf, dass der als CSD-Attentäter beschuldigte Abdul B. bereits verurteilt, die Strafe aber trotz bekannter islamistischer Szene auf Bewährung ausgesetzt worden war

Warum ist das wichtig?

  • Weil bei Islamismus von einer hohen Bedrohungslage und ideologischem Fanatismus ausgegangen werden müsse und das bei Entscheidungen über Bewährung stärker berücksichtigt werden sollte
  • Damit Gerichte und Sicherheitsbehörden die Bedrohungslage bereits im Vorfeld ernster nehmen und bei möglichen Entscheidungen konsequenter handeln
  • Weil die Bekanntheit islamistischer Zugehörigkeit in der Vergangenheit offenbar nicht verhindert hat, dass die Strafe ausgesetzt wurde

Wer ist betroffen?

  • Islamisten bzw. Personen aus der islamistischen Szene mit hoher Bedrohungslage und ideologischem Fanatismus
  • Gerichte als Adressaten bei Entscheidungen über Bewährung oder andere Maßnahmen
  • Die Gesellschaft bzw. Menschen allgemein bei islamistischer Gefahr zur erhöhten Aufmerksamkeit aufgerufen

Zahlen/Fakten?

  • 1 Jahr und 10 Monate Haft
  • Strafe wurde auf Bewährung ausgesetzt
  • CSD-Anschlag wurde von Abdul B. durchgeführt; Zugehörigkeit zur islamistischen Szene war schon damals bekannt

Wie geht’s weiter?

  • Throm fordert bei Islamisten stärker die hohe Bedrohungslage und ideologischen Fanatismus bei Entscheidungen über Bewährung zu berücksichtigen
  • Bereits im Vorfeld möglicher Taten solle die Bedrohung ernst genommen werden und bei Entscheidungen konsequent gehandelt werden
  • Gerichte sollen bei islamistischer Gefahr erhöhte Aufmerksamkeit walten lassen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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