Riedbahn: Starttermin für digitale Zugsicherung weiter unklar

11. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Riedbahn: Starttermin für digitale Zugsicherung weiter unklar

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Verkehrspolitik: Verzögerungen beim ETCS in Berlin

() – Ein Jahr nach der Wiedereröffnung der generalsanierten Riedbahn nennt das Bundesverkehrsministerium weiterhin keinen Termin für die vollständige Inbetriebnahme des digitalen Zugsicherungssystems ETCS. Auf dem nördlichen Streckenabschnitt sei ETCS nicht in Betrieb, „weil der Sicherheitsprüfungsprozess der ETCS-Software noch nicht abgeschlossen ist“, heißt es in der Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel, über die der „Tagesspiegel“ (Donnerstagausgabe) berichtet. Hierfür würden nun Mitte Februar sogenannte Abnahmefahrten stattfinden.

Sobald dieser Prozess abgeschlossen sei, beginne nach Auskunft der zuständigen Bahntochter DB Infra-GO der Inbetriebnahmeprozess von ETCS auch für den nördlichen Abschnitt, schreibt der Parlamentarische Staatssekretär Christian Hirte (CDU). Wie lange dieser dauert, blieb offen.

Rund zwei Minuten verlieren Schnellzüge ohne ETCS pro Fahrt. Denn ohne das System dürfen sie auf der Strecke statt 200 nur 160 Kilometer pro Stunde fahren. Mehr ist mit dem alternativen PZB-System nicht drin. Die Schnellzüge sind damit auf der Riedbahn langsamer unterwegs als vor der Sanierung.

Der Sprecher für Bahnpolitik der Grünen, Matthias Gastel, zweifelt deshalb inzwischen am Nutzen der sogenannten Generalsanierungen, bei denen Strecken monatelang gesperrt und möglichst alle Anlagen gleichzeitig erneuert werden. „Bisher werden die mit den Generalsanierungen verbundenen Versprechen nicht eingehalten“, sagte Gastel der Zeitung.

Mehr als ein Jahr später seien Deutsche Bahn und Industrie nicht in der Lage, ETCS auf der Riedbahn vollständig in Betrieb zu nehmen. „Das wirft ein schlechtes Licht auf zukünftige Generalsanierungen“, sagte Gastel.

„Nur wenn Störungen maximal reduziert und alle notwendigen Maßnahmen – insbesondere ETCS – vollständig in Betrieb gehen, machen Generalsanierungen zukünftig überhaupt noch Sinn“, erklärte er. Für die Riedbahn erwarte er, „dass das ETCS in den nächsten Monaten ohne Sperrpausen und mit einem konkreten zugesagten Zeitplan endlich in Betrieb geht“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: ICE 1 (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesverkehrsministerium nennt keinen Termin für die vollständige Inbetriebnahme von ETCS auf der Riedbahn.
  • Abnahmefahrten für ETCS-Software sind für Mitte Februar angesetzt.
  • Schnellzüge verlieren ohne ETCS pro Fahrt etwa zwei Minuten und fahren langsamer als vor der Sanierung.

Warum ist das wichtig?

  • Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des digitalen Zugsicherungssystems ETCS beeinträchtigen die Effizienz des Schienenverkehrs.
  • Langsamere Fahrtgeschwindigkeiten ohne ETCS führen zu längeren Reisezeiten für die Fahrgäste.
  • Zweifel an der Wirksamkeit von Generalsanierungen könnten zukünftige Projekte negativ beeinflussen.

Wer ist betroffen?

  • Bundesverkehrsministerium
  • Deutsche Bahn
  • Fahrgäste der Schnellzüge

Zahlen/Fakten?

  • ETCS ist auf dem nördlichen Streckenabschnitt der Riedbahn nicht in Betrieb.
  • Schnellzüge verlieren ohne ETCS rund zwei Minuten pro Fahrt.
  • Maximale Geschwindigkeit ohne ETCS beträgt 160 km/h, anstelle von 200 km/h.

Wie geht’s weiter?

  • Abnahmefahrten Mitte Februar zur Prüfung der ETCS-Software.
  • Nach erfolgreichem Abschluss Inbetriebnahmeprozess von ETCS auf dem nördlichen Abschnitt.
  • Erwartung eines konkreten Zeitplans für die vollständige Inbetriebnahme in den nächsten Monaten.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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