Bahn: Personalmangel in Stellwerken weitgehend behoben

31. März 2026
1 min Lesezeit

Bahn: Personalmangel in Stellwerken weitgehend behoben

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Fortschritte im Bahn-Personalmanagement in Deutschland

() – Nach jahrelangen Problemen erklärt die Deutsche Bahn, sie habe den Personalmangel in ihren Stellwerken weitgehend behoben.

„Seit Jahresbeginn 2026 konnte die sogenannte leistungswirksame Personalbesetzungsquote in den Stellwerken bundesweit durchschnittlich zu 100 Prozent gesichert werden“, teilte der Staatskonzern dem „Tagesspiegel“ mit.

Laut der Bahn kann es demnach zwar noch vereinzelt zu Engpässen kommen, aber im deutschlandweiten Durchschnitt stehen nun wieder ausreichend Fahrdienstleiter zur Verfügung. „Dieser erfüllte Zielwert bei einer so wichtigen Berufsgruppe ist als außerordentlich hoch einzuschätzen“, sagte Philipp Nagl, Chef der fürs Schienennetz zuständigen Bahntochter DB InfraGO, dem „Tagesspiegel“.

Es sei der Bahn gelungen, in allen Regionen durch Rekrutierung und Übernahme von Auszubildenden bis Dezember 2025 insgesamt rund 2.200 neue Kollegen für den Stellwerksdienst zu gewinnen, erklärte Nagl. Dies entspreche einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau. „Es muss uns auch zukünftig gelingen, Fachkräfte zu gewinnen und dauerhaft zu binden. Parallel müssen wir die Leit- und Sicherungstechnik wesentlich schneller erneuern“, sagte der InfraGO-Chef.

In vielen Regionen Deutschlands hatten fehlende Fahrdienstleiter in den Stellwerken und Betriebszentralen in den vergangenen Jahren immer wieder zu Verspätungen und Zugausfällen geführt. Der Deutschen Bahn brachte das viel Ärger mit privaten Bahnunternehmen sowie Bahnverbänden ein. Die zuständige Regulierungsbehörde, die Bundesnetzagentur, verhängte mehrfach Zwangsgelder gegen den Konzern, der das staatliche Schienennetz im Auftrag des Bundes verwaltet.

Auch bei der Bundesnetzagentur sieht man nun aber einen Aufwärtstrend. „Die Fortschritte bei der Stellwerksbesetzung sind erfreulich“, sagte ein Sprecher dem „Tagesspiegel“. Die Maßnahmen zeigten insofern Wirkung. „Wir haben zuletzt wegen der ersichtlich positiven Tendenz auch von der erneuten Androhung von Zwangsgeldern abgesehen“, so der Sprecher.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gleise (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Deutsche Bahn hat Personalmangel in Stellwerken weitgehend behoben.
  • Stellwerksdienst hat 2.200 neue Kollegen durch Rekrutierung und Übernahmen gewonnen.
  • Fortschritte bei Stellwerksbesetzung werden von der Bundesnetzagentur positiv wahrgenommen.

Warum ist das wichtig?

  • Behebung des Personalmangels in Stellwerken verbessert die Zuverlässigkeit des Bahnbetriebs.
  • Sicherstellung einer hohen Personalbesetzungsquote reduziert Verspätungen und Zugausfälle.
  • Positiver Trend in der Stellwerksbesetzung stärkt das Vertrauen der Regulierungsbehörden und der Öffentlichkeit.

Wer ist betroffen?

  • Deutsche Bahn
  • Fahrdienstleiter
  • Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur)

Zahlen/Fakten?

  • Leistungswirksame Personalbesetzungsquote in Stellwerken zu 100 % seit Jahresbeginn 2026
  • Rund 2.200 neue Kollegen bis Dezember 2025 gewonnen, Steigerung um 10 % gegenüber Vorjahr
  • Zwangsgelder der Bundesnetzagentur aufgrund fehlender Fahrdienstleiter verhängt

Wie geht’s weiter?

  • Fortlaufende Rekrutierung und Bindung von Fachkräften
  • Schnellerer Erneuerungsprozess der Leit- und Sicherungstechnik
  • Beobachtung der Entwicklungen durch die Bundesnetzagentur
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