Landtagspräsidenten lehnen gemeinsamen Wahltermin ab

27. Mai 2026
1 min Lesezeit

Landtagspräsidenten lehnen gemeinsamen Wahltermin ab

Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politische Diskussion um Landtagswahlen in Deutschland

() – Die Landtagspräsidenten mehrerer Bundesländer lehnen den Vorschlag von Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) ab, alle Landtagswahlen an einem Tag stattfinden zu lassen. Baden-Württembergs Landtagspräsident Thomas Strobl (CDU) sagte dem „Tagesspiegel“ (Mittwochausgabe), er halte die Idee für „schwierig und kaum realisierbar“.

Strobl rief stattdessen den Bundestag dazu auf, seine Legislaturperiode von vier auf fünf Jahre zu verlängern.

Ein erster, aus seiner Sicht zwingend notwendiger Schritt in Richtung der Vorschläge Nouripours wäre eine Verlängerung der Wahlperiode des Bundestages auf fünf Jahre, sagte Strobl. Diese gebe es in den Ländern bereits.

Als Bundestagsvizepräsident könne Nouripour den Fraktionen hierzu einen konkreten Vorschlag unterbreiten.

Nachdem sich die Generalsekretäre von CDU und SPD offen für eine Diskussion gezeigt hätten, könnte es eine Mehrheit im Bundestag geben, so Strobl. Dies wäre eine erste notwendige Tat, wenn aus den Vorschlägen je etwas werden solle.

Bayerns Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) wies den Vorstoß Nouripours grundsätzlich zurück.

sei bewusst föderal aufgebaut, sagte er der Zeitung. Unterschiedliche Wahltermine sorgten dafür, dass politische Entwicklungen in den Ländern unabhängig voneinander sichtbar werden.

Wenn alle Landtagswahlen gleichzeitig stattfänden, gingen regionale Themen unter. Statt über Bildung, Polizei oder Infrastruktur eines Bundeslandes zu diskutieren, konzentriere sich alles auf die Bundespolitik.

Dadurch verlören föderale Unterschiede an Bedeutung.

Wenn alle Länder gleichzeitig wählten, hätten kurzfristige Bundestrends enorme Auswirkungen, sagte Rinderspacher weiter. „Gebündelte Wahlen bündeln womöglich auch flächendeckend wütende Protest-Emotionen. Der Zorn lädt sich dann auch an der falschen Stelle ab.“

Die unterschiedlichen Wahltermine sorgten zwar für häufigen Wahlkampf, aber auch dafür, dass Politik regelmäßig öffentlich diskutiert werde.

Weniger Wahlen führten zu einer sinkenden politischen Aufmerksamkeit.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Landtagswahl (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Landtagspräsidenten lehnen Vorschlag von Omid Nouripour ab, alle Landtagswahlen gleichzeitig abzuhalten.
  • Thomas Strobl fordert eine Verlängerung der Bundestagswahlperiode auf fünf Jahre.
  • Markus Rinderspacher betont Bedeutung unterschiedlicher Wahltermine für regionale politische Themen.

Warum ist das wichtig?

  • Erhalt regionaler Themen und politische Vielfalt in den Bundesländern
  • Vermeidung von Einfluss bundesweiter Trends auf regionale Wahlen
  • Sicherstellung regelmäßiger politischer Diskussionen durch unterschiedliche Wahltermine

Wer ist betroffen?

  • Landtagspräsidenten mehrerer Bundesländer
  • Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
  • Generalsekretäre von CDU und SPD

Zahlen/Fakten?

  • Vorschlag von Omid Nouripour, alle Landtagswahlen an einem Tag stattfinden zu lassen, wird abgelehnt.
  • Thomas Strobl schlägt vor, die Bundestagswahlperiode von vier auf fünf Jahre zu verlängern.
  • Bayerns Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher betont den Wert der föderalen Strukturen und kritisiert bündelnde Wahlen.

Wie geht’s weiter?

  • Verlängerung der Wahlperiode des Bundestages auf fünf Jahre als erster Schritt
  • Vorschlag von Nouripour konkretisieren und zur Diskussion stellen
  • Beibehaltung verschiedener Wahltermine für regionale Themen und politische Diversität
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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