Ministerpräsidenten lehnen gemeinsamen Landtagswahltermin ab

7. Juni 2026
1 min Lesezeit

Ministerpräsidenten lehnen gemeinsamen Landtagswahltermin ab

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Föderalismus in der deutschen Politik

() – Mehrere Ministerpräsidenten wenden sich strikt gegen den Vorschlag, die Landtagswahlen in Zukunft an einem Tag stattfinden zu lassen.

Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) sagte demnach: „Wer alle Landtagswahlen zu einer Art bundesweitem Zwischenzeugnis für die Bundesregierung macht, schwächt den Föderalismus.“ Die Wähler sollten über Bildung, Wirtschaft, Sicherheit und die Zukunft ihrer Heimat entscheiden können. Dafür brauche es eigenständige Landtagswahlen und keine bundespolitische Großabstimmung.

Ähnlich argumentiert auch die Regierung des Saarlands, wo die SPD-Politikerin Anke Rehlinger Ministerpräsidentin ist. Bei Landtagswahlen sollte es weitgehend um landespolitische Weichenstellungen für die Zukunft des Bundeslandes gehen, hieß es dort.

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) befürchtet, dass sich die Mehrheiten in den Ländern durch gleichzeitige Wahlen angleichen würden. „Dadurch bestünde die Gefahr, dass der Bundesrat über längere Zeiträume zu einem dauerhaften Gegenpol der Bundesregierung wird und das verfassungsrechtliche Gleichgewicht zwischen Bund und Ländern beeinträchtigt“, sagte Schnieder.

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hatte kürzlich in der FAZ vorgeschlagen, alle Landtagswahlen an einem Tag stattfinden zu lassen. Die übergroße Aufmerksamkeit für Umfragen hänge auch mit den ständigen Kommunal- und Landtagswahlen zusammen. „Politik ist gefangen in einem ewigen Wahlkampf“, sagte Nouripour. Es bleibe keine Zeit fürs Luftholen und Nachdenken.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) empfindet den Vorschlag hingegen als „Ablenkung“ davon, die eigentlichen Probleme im Land zu lösen. „Die Landtagswahlen sind längst Ausdruck einer tiefen Unzufriedenheit mit der Bundespolitik der vergangenen Monate“, sagte Kretschmer der FAZ. „Wer die Signale der Bevölkerung dauerhaft ignoriert, darf sich über politische Entfremdung nicht wundern.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wahllokal (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Mehrere Ministerpräsidenten lehnen den Vorschlag ab, Landtagswahlen an einem Tag stattfinden zu lassen.
  • Thüringens Ministerpräsident betont die Bedeutung eigenständiger Landtagswahlen für den Föderalismus.
  • Rheinland-pfälzischer Ministerpräsident warnt vor einer Angleichung der Mehrheiten und einer Beeinträchtigung des Gleichgewichts zwischen Bund und Ländern.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung des Föderalismus durch eigenständige Landtagswahlen
  • Berücksichtigung landespolitischer Themen und Entscheidungen der Bürger
  • Vermeidung eines verfassungsrechtlichen Ungleichgewichts zwischen Bund und Ländern

Wer ist betroffen?

  • Ministerpräsidenten von Thüringen, Saarland und Rheinland-Pfalz
  • Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour
  • sächsischer Ministerpräsident Michael Kretschmer

Zahlen/Fakten?

  • Mehrere Ministerpräsidenten lehnen Vorschlag ab, Landtagswahlen an einem Tag zu halten.
  • Thüringens Ministerpräsident betont die Wichtigkeit eigenständiger Landtagswahlen für die Wähler.
  • Rheinland-pfälzischer Ministerpräsident warnt vor Angleichung der Mehrheiten in den Ländern.

Wie geht’s weiter?

  • Strikte Ablehnung des Vorschlags von mehreren Ministerpräsidenten
  • Fokus auf eigenständige Landtagswahlen und Föderalismus betonen
  • Befürchtungen über Verfälschung des politischen Gleichgewichts zwischen Bund und Ländern
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