Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik in Berlin: Streit um Bildungsprogramm
Berlin () – Die SPD wirft Bildungsministerin Karin Prien (CDU) vor, sich bei der geplanten Neuausrichtung des Programms „Demokratie leben“ nicht an den Koalitionsvertrag zu halten.
„Vor dem Hintergrund der aktuellen Äußerungen der Ministerin erwecken die geplanten Einschnitte beim Programm `Demokratie leben` zunehmend den Eindruck einer Vergeltungsmaßnahme gegen unbequeme zivilgesellschaftliche Akteure“, sagte der zuständige Berichterstatter der SPD-Fraktion, Felix Döring dem „Focus“. „Das ist mit unserem Verständnis von demokratischer Kultur nicht vereinbar.“
Bezogen auf die deutschlandweiten Proteste gegen die CDU im vergangenen Jahr sagte Döring, es sei richtig und wichtig, dass zivilgesellschaftliche Akteure klar Stellung bezogen hätten, als die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag eine Mehrheit unter Einbeziehung der AfD gesucht und gefunden habe. Kritik aus der Zivilgesellschaft sei Ausdruck einer lebendigen Demokratie und dürfe nicht delegitimiert werden.
Döring erinnerte an den Koalitionsvertrag. „Wer zentrale Säulen dieses Programms infrage stellt oder streichen will, hätte das im Rahmen der Koalitionsverhandlungen einbringen müssen“, sagte er. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Ministerin Fachkräfte in den Programmen pauschal als links bezeichne, anstatt ihre fachliche und professionelle Arbeit angemessen zu würdigen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Karin Prien (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- SPD wirft Bildungsministerin Karin Prien vor, Koalitionsvertrag nicht einzuhalten.
- Pläne zur Neuausrichtung des Programms "Demokratie leben" werden als Vergeltungsmaßnahme wahrgenommen.
- Kritik von zivilgesellschaftlichen Akteuren wird als wichtig für die Demokratie angesehen.
Warum ist das wichtig?
- Wichtigkeit der Einhaltung des Koalitionsvertrags für die demokratische Kultur
- Zivilgesellschaftliche Kritik als Ausdruck einer lebendigen Demokratie
- Notwendigkeit der Wertschätzung professioneller Arbeit in Bildungsprogrammen
Wer ist betroffen?
- Bildungsministerin Karin Prien (CDU)
- zivilgesellschaftliche Akteure
- SPD-Fraktion, insbesondere Felix Döring
Zahlen/Fakten?
- SPD wirft Bildungsministerin Karin Prien vor, sich nicht an den Koalitionsvertrag zu halten
- Kritik an Einschnitten beim Programm "Demokratie leben" als Vergeltungsmaßnahme wahrgenommen
- Döring betont, dass Kritik aus der Zivilgesellschaft Ausdruck einer lebendigen Demokratie sei
Wie geht’s weiter?
- SPD fordert Einhaltung des Koalitionsvertrags
- Ministerin soll zivilgesellschaftlichen Akteuren mehr Wertschätzung entgegenbringen
- Weitere Diskussionen über Programm "Demokratie leben" zu erwarten
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