Ökonom rät zu Zwei-Prozent-Steuer auf hohe Millionen-Vermögen

15. April 2026
1 min Lesezeit

Ökonom rät zu Zwei-Prozent-Steuer auf hohe Millionen-Vermögen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Steuerpolitik in Frankreich

Paris () – Der französische Wirtschaftswissenschaftler Gabriel Zucman hat eine jährliche Mindeststeuer von zwei Prozent auf Nettovermögen von mehr als 100 Millionen Euro gefordert.

In zahlten Superreiche niedrigere effektive Steuersätze als durchschnittliche Arbeitnehmer, schreibt er in einem Gastbeitrag für den „Spiegel“. „Das Ungleichgewicht lässt sich immer weniger ignorieren“, so Zucman. Das Gesetz selbst erlaube es den Reichen, ihr Vermögen so zu strukturieren, dass nur wenig steuerpflichtiges Einkommen entstehe.

Der Krieg in treibe die Energiepreise in die Höhe und treffe private Haushalte und Unternehmen gleichermaßen stark, schreibt er. Doch eine entscheidende Frage bleibe weitgehend ausgeklammert, so Zucman. „Welchen Beitrag sollten diejenigen leisten, die ganz oben stehen, die Millionäre und Milliardäre im Land?“

Gabriel Zucman lehrt Wirtschaftswissenschaften an der Paris School of Economics, der École Normale Supérieure – PSL und hat eine Sommerprofessur an der University of California, Berkeley. Er ist Gründungsdirektor des International Tax Observatory.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Euroscheine (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gabriel Zucman fordert eine jährliche Mindeststeuer von 2 % auf Nettovermögen über 100 Millionen Euro.
  • Superreiche zahlen in Deutschland niedrigere effektive Steuersätze als Durchschnittsarbeiter.
  • Der Krieg im Iran erhöht die Energiepreise, und die Frage nach dem Beitrag der Superreichen bleibt offen.

Warum ist das wichtig?

  • Ungleichheit zwischen Superreichen und Durchschnittsarbeitnehmern verschärft sich.
  • Notwendigkeit einer fairen Vermögensbesteuerung zur gerechten Finanzierung öffentlicher Interessen.
  • Finanzierung von sozialen und wirtschaftlichen Maßnahmen zur Abfederung steigender Preise.

Wer ist betroffen?

  • Superreiche
  • private Haushalte
  • Unternehmen

Zahlen/Fakten?

  • Jährliche Mindeststeuer von 2 % auf Nettovermögen über 100 Millionen Euro gefordert
  • Superreiche zahlen in Deutschland niedrigere effektive Steuersätze als durchschnittliche Arbeitnehmer
  • Krieg im Iran treibt Energiepreise in die Höhe, betrifft private Haushalte und Unternehmen gleichermaßen

Wie geht’s weiter?

  • Einführung einer jährlichen Mindeststeuer von zwei Prozent auf Vermögen über 100 Millionen Euro
  • Ansprechen des Ungleichgewichts zwischen Superreichen und Arbeitnehmern
  • Diskussion über den Beitrag der Reichen zur Bewältigung finanzieller Herausforderungen durch steigende Energiepreise
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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