BKA beobachtet veränderte Strategien von Kokain-Schmugglern

22. April 2026
1 min Lesezeit

BKA beobachtet veränderte Strategien von Kokain-Schmugglern

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Anstieg der Kokainkriminalität in Deutschland

() – Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, hat vor einer wachsenden Kokainschwemme in gewarnt und erklärt, dass Drogenschmuggler angesichts der polizeilichen Gegenmaßnahmen ihre Strategien änderten.

„Wir haben im Bereich der Rauschgiftkriminalität einen Anstieg der Kokaindelikte, wenn er auch nicht mehr so groß ausfällt wie in den Vorjahren“, sagte Münch dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Mittwochausgaben). Das gleiche gelte für synthetische Drogen. „Wir werden hier auch weiter sehr wachsam sein müssen. Denn wir haben in den Anbaustaaten nach wie vor eine Kokainschwemme.“

Bei Kokain merke man zugleich, dass die Schmuggler andere Wege wählten. „So wird die sogenannte Drop-off-Methode wieder mehr genutzt. Das Kokain wird noch auf hoher See über Bord geworfen. Andere Schiffe nehmen es dann auf“, erklärte Münch. „Wir sehen auch, dass die Schmuggler auf andere Länder ausweichen. So sind wir im Rahmen einer internationalen Aktion mittlerweile mit , und anderen Ländern aktiv. Denn kleinere Häfen im südeuropäischen Raum werden stärker angelaufen als zuletzt.“

Man sehe schließlich, dass Kokain chemisch in andere Stoffe eingebracht und hinterher aus diesen Stoffen wieder extrahiert werde, erklärte der BKA-Chef. „In dem Bereich ist sehr viel Geld unterwegs. Deshalb reagieren die Schmuggler sehr schnell auf polizeiliche Maßnahmen.“

Im Zusammenhang mit Kokain einschließlich Crack registrierte die Polizeiliche Kriminalstatistik im vorigen Jahr 39.414 Delikte. Das entspricht einem Anstieg von 1,9 Prozent gegenüber 2024.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kokain (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • BKA-Präsident Holger Münch warnt vor einer wachsenden Kokainschwemme in Deutschland.
  • Drogenschmuggler ändern ihre Strategien aufgrund polizeilicher Gegenmaßnahmen.
  • Rückgang der großen Anstiege bei Kokaindelikten, jedoch Anstieg im Vorjahr um 1,9 Prozent.

Warum ist das wichtig?

  • Wachsende Kokainschwemme in Deutschland
  • Anpassung der Schmuggelmethoden durch Drogenschmuggler
  • Anstieg der Kokaindelikte deutet auf anhaltende Probleme in der Rauschgiftkriminalität

Wer ist betroffen?

  • Drogenschmuggler
  • Polizei
  • Anbaustaaten

Zahlen/Fakten?

  • 39.414 Delikte im Zusammenhang mit Kokain einschließlich Crack im letzten Jahr
  • Anstieg von 1,9 Prozent gegenüber 2024
  • Nutzung der Drop-off-Methode durch Schmuggler

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Wachsamkeit in der Rauschgiftkriminalität erforderlich
  • Zusammenarbeit mit internationalen Partnerländern intensivieren
  • Anpassung der Polizeistrategien an neue Schmuggelmethoden
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