Kokain-Kartelle weichen zunehmend auf kleinere Nordseehäfen aus

18. Februar 2026
1 min Lesezeit

Kokain-Kartelle weichen zunehmend auf kleinere Nordseehäfen aus

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Drogenkriminalität in Niedersachsen: Nordsseehäfen im Fokus

Hannover () – Kokain-Kartelle weichen offenbar zunehmend auf kleinere Nordseehäfen aus, um die Drogen nach Europa zu schmuggeln.

„Aufgrund der Lage Niedersachsens als Nordsee-Anrainer stellt der Einfuhrschmuggel auch über die kleineren Seehäfen einen besonderen Bearbeitungsschwerpunkt für die Sicherheitsbehörden dar“, heißt es auf Nachfrage der Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe aus dem Landesinnenministerium. Das sei auch damit zu erklären, dass die organisierten kriminellen Gruppierungen „dem Kontrolldruck an den großen europäischen Seehäfen, wie zum Beispiel oder Rotterdam, in Richtung kleinerer Häfen ausweichen“ würden.

So heißt es aus dem Landeskriminalamt in Niedersachsen, dass allein in den vergangenen drei Jahren „mehr als zwei Tonnen Kokain mit Zielhafen Brake beziehungsweise auch Stade-Bützfleth“ aus Südamerika durch Kriminelle eingeführt werden sollten. Die Drogen konnten jedoch bereits in , aber auch in oder durch Polizei und Zoll sichergestellt werden – noch bevor die „Ware“ erreichen konnte. Das allerdings sei „nur das Hellfeld“, heißt es aus dem LKA. Wie viel Kokain tatsächlich über diese Route eingeführt wurde, bleibe „im Dunkeln“.

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) sagte den Funke-Zeitungen: „Organisierte Kriminalität ist eine der größten Herausforderungen für unsere Sicherheitsbehörden. Dieses Phänomen ist geprägt von hoher Professionalität, internationaler Vernetzung und einer stetigen Anpassung an neue technische Möglichkeiten.“ Organisierte Kriminelle würden weiterhin versuchen, ihre Einnahmequellen zu behaupten. „Die Konzepte der Sicherheitsbehörden wirken.“ Die Arbeit der Ermittler sei erfolgreich und sorge für Sicherheit, sagte Behrens. Dabei hob das Innenministerium etwa ein Projekt von Bund und Ländern hervor, mit dem sogenannte „Hafeninnentäter“ besser enttarnt werden sollen.

Im vergangenen Jahr hatte der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, vor einer Zunahme harter Drogen in Deutschland gewarnt. Man sehe „eine Kokain-Schwemme“, hob der BKA-Chef damals hervor. „Sie wird dadurch ausgelöst, dass der Markt in Nordamerika gesättigt ist und man sich stärker auf Europa konzentriert. Kokain verbreitet sich in Deutschland sehr stark.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kokain (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Kokain-Kartelle verlagern Schmuggel auf kleinere Nordseehäfen.
  • In den letzten drei Jahren sollten über zwei Tonnen Kokain nach Niedersachsen eingeführt werden; Drogen wurden jedoch zuvor sichergestellt.
  • Innenministerin Behrens betont die Herausforderungen durch organisierte Kriminalität und die Anpassungsfähigkeit der Sicherheitsbehörden.

Warum ist das wichtig?

  • Wachsende Drogenkriminalität und internationales Risiko durch Einsatz kleinerer Häfen.
  • Sicherheitsbehörden müssen verstärkt auf die sich ändernden Routen der Kriminellen reagieren.
  • Zunahme von Kokain in Deutschland stellt eine ernsthafte Herausforderung dar.

Wer ist betroffen?

  • Kokain-Kartelle
  • Sicherheitsbehörden
  • Organisierte Kriminelle

Zahlen/Fakten?

  • Mehr als zwei Tonnen Kokain sollten in den letzten drei Jahren über die Häfen Brake und Stade-Bützfleth eingeführt werden.
  • Kokain-Ware wurde in Brasilien, Italien und Polen sichergestellt, bevor sie Deutschland erreichen konnte.
  • Zunahme harter Drogen in Deutschland, laut BKA- Präsident Holger Münch.

Wie geht’s weiter?

  • Überwachung kleinerer Nordseehäfen verstärken
  • Projekte zur Enttarnung von Hafeninnentätern umsetzen
  • Internationale Zusammenarbeit gegen organisierte Kriminalität ausbauen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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