Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Thüringer Politik: Kritik am Polizeiaufgabengesetz
Erfurt () – Die Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag hat den Entwurf für ein neues Polizeiaufgabengesetz scharf kritisiert. Die innenpolitische Sprecherin Katharina König-Preuss sagte am Donnerstag, die Landesregierung verkaufe ein „Überwachungspaket“ als Frauenschutzgesetz.
Tatsächlich enthalte der Gesetzentwurf einen Ausbau der KI-gestützten Videoüberwachung, algorithmische Massenanalysen und präventive Fußfesseln auf Basis vager Verdachtsmomente.
König-Preuss warf der Regierung vor, mit der Fokussierung auf Gewaltschutz von den weitreichenden Überwachungsbefugnissen abzulenken.
Die vorgesehenen Maßnahmen seien teilweise derart unbestimmt formuliert, dass sie einen weitgehend willkürlichen Einsatz ermöglichten. Dies untergrabe das Vertrauen in die Polizei und gefährde das Gleichgewicht zwischen Freiheit und Sicherheit.
Besonders kritisierte die Abgeordnete die geplante elektronische Fußfessel.
Statt Frauen wirksam vor Partnerschaftsgewalt zu schützen, zeige der Entwurf, dass die Regierung damit gegen vermeintliche „Extremisten“ vorgehen wolle. Dazu könnten potenziell auch Fußballfans, Klimaaktivisten und andere Gruppen auf bloßer Verdachtsbasis zählen, ohne dass eine Straftat vorliegen müsse.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Linken-Parteitag (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Fraktion Die Linke kritisiert neuen Entwurf für Polizeiaufgabengesetz in Thüringen.
- Gesetzentwurf sieht Ausbau von KI-gestützter Videoüberwachung und präventive Fußfesseln vor.
- Fokussierung auf Gewaltschutz werde als Ablenkung von weitreichenden Überwachungsbefugnissen gewertet.
Warum ist das wichtig?
- Bedenken hinsichtlich des Ausbaus von Überwachungsmaßnahmen und deren vager Definition
- Gefahr der willkürlichen Anwendung und Vertrauensverlust in die Polizei
- Mögliche Ausweitung der Überwachung auf unverdächtige Gruppen wie Fußballfans und Klimaaktivisten
Wer ist betroffen?
- Frauen
- Fußballfans
- Klimaaktivisten
Zahlen/Fakten?
- Ausbau der KI-gestützten Videoüberwachung
- Algorithmische Massenanalysen und präventive Fußfesseln
- Unbestimmte Formulierungen ermöglichen willkürlichen Einsatz
Wie geht’s weiter?
- Kritik an dem neuen Polizeiaufgabengesetz bleibt bestehen
- Fokussierung auf Gewaltschutz wird als Ablenkung von Überwachungsbefugnissen gewertet
- Diskussion über den Einsatz von elektronischen Fußfesseln und deren Auswirkungen auf verschiedene Gruppen
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