Sicherheitsbehörden werten RAF-Spuren neu aus

19. Juli 2026
1 min Lesezeit

Panorama: RAF-Ermittlungen in

Berlin () – Bei der Suche nach den bislang unentdeckten Tätern der Rote-Armee-Fraktion (RAF) setzen die deutschen Sicherheitsbehörden auf modernste DNA-Technologie, um zwei der spektakulärsten Attentate der deutschen Nachkriegsgeschichte aufzuklären.

Das berichtet die „Bild am Sonntag“. Demnach werden alle Asservate aus den Mordfällen an Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer (1977) und Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder (1991) einer umfassenden kriminaltechnischen Neubewertung unterzogen. Die Ermittler erhoffen sich durch verfeinerte Analysemethoden neue und entscheidende Täterspuren.

Im Fokus der Ermittler stehen dabei insbesondere damals gesicherte Haare, die nun hochsensiblen, neuartigen DNA-Untersuchungen unterzogen werden. Durch den enormen technischen Fortschritt bei den molekularbiologischen Analysemethoden ist es den Forensikern inzwischen möglich, selbst aus minimalsten Rückständen – wie etwa einzelnen Hautschuppen oder sogenannter „Touch-DNA“-Spuren – verwertbare genetische Profile zu gewinnen.

Zusätzliche Dynamik erhielten die Ermittlungen laut Sicherheitskreisen durch die Festnahme der mutmaßlichen RAF-Terroristin Daniela Klette 2024 in Berlin. In ihrer Wohnung wurden neue Asservate gesichert. Diese aktuellen Fundstücke werden im Labor auf biologische Spuren und mögliche Querverbindungen zu den historischen Tatorten überprüft.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ort der Festnahme der früheren RAF-Terroristin Daniela Klette (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Sicherheitsbehörden werten RAF-Spuren neu aus

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Deutsche Sicherheitsbehörden nutzen bei der Aufklärung bisher unentdeckter RAF-Täter modernste DNA-Technologie und bewerten Asservate aus den Mordfällen an Hanns Martin Schleyer (1977) und Detlev Karsten Rohwedder (1991) kriminaltechnisch neu
  • Gesichert sind insbesondere damals entnommene Haare, die mit neuen DNA-Methoden auch aus kleinsten Rückständen wie Touch-DNA oder Hautschuppen auf verwertbare genetische Profile untersucht werden
  • Durch die Festnahme der mutmaßlichen RAF-Terroristin Daniela Klette 2024 in Berlin wurden neue Asservate in ihrer Wohnung gesichert und im Labor auf Spuren und mögliche Verbindungen zu den historischen Tatorten überprüft

Warum ist das wichtig?

  • Moderne DNA-Technologie und verfeinerte Analsemethoden sollen aus alten Asservaten neue Täterspuren liefern und so die bislang unentdeckten RAF-Täter identifizieren helfen
  • Neu untersuchte Haar- und minimale Spuren wie Touch-DNA können auch aus kleinsten Rückständen verwertbare genetische Profile ergeben
  • Aktuelle Asservate aus der Festnahme von Daniela Klette werden labortechnisch auf biologische Spuren und Verbindungen zu den historischen Tatorten geprüft

Wer ist betroffen?

  • Ermittler bei der Suche nach den unentdeckten Tätern der Rote-Armee-Fraktion (RAF)
  • Mutmaßliche RAF-Terroristin Daniela Klette (Festnahme 2024)

Zahlen/Fakten?

  • 2024 Festnahme der mutmaßlichen RAF-Terroristin Daniela Klette in Berlin
  • Asservate aus den Mordfällen an Hanns Martin Schleyer (1977) und Detlev Karsten Rohwedder (1991) werden neu kriminaltechnisch bewertet
  • DNA-Untersuchungen auch aus minimalsten Rückständen wie Hautschuppen und Touch-DNA-Spuren, um genetische Profile zu gewinnen

Wie geht’s weiter?

  • Asservate aus den RAF-Mordfällen an Hanns Martin Schleyer (1977) und Detlev Karsten Rohwedder (1991) werden kriminaltechnisch neu bewertet, um mit verfeinerten Methoden neue Täterspuren zu finden
  • Besonders damals gesicherte Haare werden mit modernen DNA-Verfahren untersucht, sodass auch kleinste Rückstände wie Hautschuppen oder Touch-DNA zu genetischen Profilen führen können
  • Die jüngsten Asservate aus der Wohnung der 2024 in Berlin festgenommenen mutmaßlichen RAF-Terroristin Daniela Klette werden im Labor auf biologische Spuren und mögliche Querverbindungen zu den historischen Tatorten geprüft
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