SSW-Politikerin verteidigt Schülerproteste gegen Wehrdienstdebatte

5. Dezember 2025
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SSW-Politikerin verteidigt Schülerproteste gegen Wehrdienstdebatte

Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaft: Jugendängste und Wehrdienstdebatte in Kiel

() – Die innen- und rechtspolitische Sprecherin des SSW im Kieler Landtag, Sybilla Nitsch, hat die Sorgen von Jugendlichen in der Debatte um mögliche Wehrdienstpläne für berechtigt erklärt. Sie kritisierte in einer Stellungnahme, dass die reale Lebenswelt der jungen Generation mit Pandemie, Schulschließungen und Zukunftsängsten oft ausgeblendet werde, wenn über ihre Proteste geurteilt werde.

Nitsch wandte sich dabei gegen Versuche, Kritik an sicherheitspolitischen Maßnahmen pauschal als Illoyalität gegenüber der Bundeswehr darzustellen.

Das Grundgesetz garantiere das Recht, den Dienst an der Waffe zu verweigern, und eine demokratische Gesellschaft lebe davon, dass sich junge Menschen einmischen, so die Politikerin. Die Ängste der Schüler seien real, auch weil politische Akteure die Debatte über verpflichtende Dienste immer wieder angeheizt hätten.

Die SSW-Sprecherin betonte, dass demonstrieren gelebte Demokratie sei, auch wenn man die Ziele nicht teile.

Die Herkunft einer Protestkampagne zu benennen, ändere nichts am Kern der Sache: Die Sorgen der Jugendlichen seien echt und dürften nicht diffamiert oder kleingeredet werden, teilte Nitsch mit.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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