Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Entwicklungen in NRW 2025
Düsseldorf () – Im Jahr 2025 sind 23,4 Millionen Tonnen Mineralölerzeugnisse im Wert von nominal (also nicht preisbereinigt) 8,2 Milliarden Euro hergestellt worden. Dies teilte der Landesbetrieb IT.NRW am Montag mit.
Demnach wurden weniger Mineralölerzeugnisse wie zum Beispiel Motorentreibstoffe, Heizöle, Kerosin oder gasförmige Kohlenwasserstoffe produziert als im Vorjahr.
Die Absatzmenge war um 951.000 Tonnen bzw. 3,9 % und der nominale Absatzwert um 2,7 Milliarden Euro bzw. 24,5 % niedriger als im Jahr 2024.
Gegenüber dem Jahr 2022, dem Jahr des Beginns des Ukrainekrieges, sank die erzeugte Absatzmenge um 11,5 % und der nominale Absatzwert um 49,6 %. Auf die letzten 10 Jahre bezogen sank die Absatzmenge um 9,3 %, während der Absatzwert dagegen um 5,2 % seit 2015 gestiegen ist. Bei den genannten Mengenangaben handelt es sich um die zum Absatz bestimmten Mengen.
Im Jahr 2025 haben 28 der 9.625 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes in NRW Mineralölerzeugnisse hergestellt; der Schwerpunkt der Produktion lag in den Regierungsbezirken Köln und Münster.
Der durchschnittliche Absatzwert der in NRW produzierten Mineralölerzeugnisse lag im vergangenen Jahr bei nominal 350 Euro je Tonne. Er war damit um 96 Euro bzw. 21,4 % niedriger als im Jahr 2024 mit 446 Euro je Tonne.
Seit dem, durch den Ukrainekrieg bedingten, Anstieg im Jahr 2022 auf damals 615 Euro je Tonne sank der durchschnittliche Absatzwert deutlich um 265 Euro bzw. 43,1 %.
Bundesweit wurden 2025 Mineralölerzeugnisse im Wert von 27,5 Milliarden Euro zum Absatz produziert. Der Anteil nordrhein-westfälischer Betriebe am gesamtdeutschen Absatzwert betrug 29,8 % und lag damit auf einem Zehnjahrestief – 2015 hatte der NRW-Anteil noch bei 33,0 % gelegen.
Im 1. Quartal 2026 produzierten nach vorläufigen Ergebnissen 24 nordrhein-westfälische Betriebe insgesamt 6,3 Millionen zum Absatz bestimmte Tonnen Mineralölerzeugnisse mit einem nominalen Absatzwert von 2,7 Milliarden Euro.
Damit sank die Menge zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,3 %, während der Wert um 2,7 % stieg. Der durchschnittliche Absatzwert erhöhte sich im Vergleich zum 1. Quartal 2025 um 3,0 % auf 436 Euro je Tonne.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | NRW-Landesschild (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 2025 wurden 23,4 Millionen Tonnen Mineralölerzeugnisse im Wert von 8,2 Milliarden Euro in NRW hergestellt.
- Die Produktionsmenge und der nominale Absatzwert waren im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % bzw. 24,5 % niedriger.
- Der Anteil nordrhein-westfälischer Betriebe am gesamtdeutschen Absatzwert fiel auf 29,8 %, ein Zehnjahrestief.
Warum ist das wichtig?
- Rückgang der Produktion von Mineralölerzeugnissen hat wirtschaftliche Bedeutung für die Region.
- Veränderte Marktbedingungen durch den Ukrainekrieg beeinflussen die Branche nachhaltig.
- Anstieg des Absatzwerts im ersten Quartal 2026 zeigt mögliche Erholungstendenzen.
Wer ist betroffen?
- Betriebe des verarbeitenden Gewerbes in NRW
- Hersteller von Mineralölerzeugnissen
- Verbraucher von Motorentreibstoffen, Heizölen, Kerosin
Zahlen/Fakten?
- 2025: 23,4 Millionen Tonnen Mineralölerzeugnisse, nominaler Wert 8,2 Milliarden Euro
- Absatzmenge sank um 951.000 Tonnen (3,9 %), nominaler Absatzwert um 2,7 Milliarden Euro (24,5 %)
- Durchschnittlicher Absatzwert 350 Euro je Tonne, Rückgang um 96 Euro (21,4 %) gegenüber 2024
Wie geht’s weiter?
- Überwachung der Produktionszahlen der Mineralölerzeugnisse in den nächsten Jahren
- Analyse der Trends im Absatzwert und der Absatzmenge
- Erhöhung der Betriebe, die Mineralölerzeugnisse herstellen, anstreben
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