Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wissenschaft: Photosynthese-Forschung in Münster
Münster () – Ein Forschungsteam der Universität Münster hat gemeinsam mit Kollegen aus Marburg eine für die Photosynthese zentrale Struktur aufgeklärt. Das teilte die Hochschule am Mittwoch mit.
Mithilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie untersuchten die Wissenschaftler das sogenannte Photosystem I in der Grünalge ‚Chlamydomonas reinhardtii‘ und konnten detailliert nachvollziehen, wie das Elektronentransport-Protein Cytochrom c6 darin funktioniert.
Das Protein liefert die Elektronen, die in das Photosystem I eingespeist werden und so den Transport starten, der Lichtenergie in chemische Energie umwandelt. Die Studie zeigt, dass sich das eisenhaltige Cytochrom c6 und sein funktioneller ‚Zwilling‘, das kupferhaltige Plastocyanin, trotz unterschiedlicher Struktur bemerkenswert ähnlich im Photosynthese-Komplex positionieren.
Das Eisen- beziehungsweise Kupferatom sitzt an exakt derselben Stelle, was die gleiche Funktion erklärt.
Während höhere Pflanzen nur Plastocyanin nutzen, besitzt die untersuchte Grünalge beide Proteine. Dadurch kann sie flexibel auf unterschiedliche Verfügbarkeiten von Eisen und Kupfer in ihrer Umwelt reagieren.
Die Ergebnisse liefern Einblicke in die Evolution des Photosynthese-Apparats und schaffen eine molekulare Grundlage für ein besseres Verständnis des Elektronentransports über größere Distanzen in biologischen Systemen. Die Studie wurde im Fachjournal ‚Nature Communications‘ veröffentlicht.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Waldweg (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Forschungsteam der Universität Münster und Marburg hat Struktur des Photosystem I aufgeklärt.
- Untersuchungen zeigten ähnliche Positionierung von Cytochrom c6 und Plastocyanin im Photosynthese-Komplex.
- Ergebnisse liefern Einblicke in die Evolution des Photosynthese-Apparats.
Warum ist das wichtig?
- Aufklärung der Struktur des Photosystems I für ein besseres Verständnis der Photosynthese
- Erkenntnisse über Elektronentransport und molekulare Mechanismen in biologischen Systemen
- Flexibilität der Grünalge bei der Nutzung von Eisen und Kupfer sichert Überlebensvorteil
Wer ist betroffen?
- Forschungsteam der Universität Münster
- Wissenschaftler aus Marburg
- Grünalge 'Chlamydomonas reinhardtii'
Zahlen/Fakten?
- Aufklärung der Struktur des Photosystem I in Grünalge 'Chlamydomonas reinhardtii'
- Verwendung von Kryo-Elektronenmikroskopie für die Untersuchung
- Grünalge besitzt sowohl eisenhaltiges Cytochrom c6 als auch kupferhaltiges Plastocyanin
Wie geht’s weiter?
- Weiterführende Forschung zur Rolle von Cytochrom c6 und Plastocyanin in der Photosynthese
- Untersuchung der Anpassungsmechanismen der Grünalge an verschiedene Nährstoffverfügbarkeiten
- Erweiterung des Verständnisses der Evolution des Photosynthese-Apparats
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