Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Bildungspolitik in Niedersachsen: Reformen für Schulen
Hannover () – Das niedersächsische Kultusministerium hat eine Neufassung der Grundsatzerlasse für Haupt-, Real- und Oberschulen in das Anhörungsverfahren gegeben. Das teilte Ministerin Julia Willie Hamburg mit.
Ziel sei es, Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen gezielt zu stärken und die individuelle Förderung der Schüler zu verbessern. Die neuen Regelungen sollen zum kommenden Schuljahr in Kraft treten und reagieren nach Angaben des Ministeriums auf veränderte Anforderungen wie zunehmende Heterogenität in den Klassen und die Digitalisierung.
Zu den zentralen Änderungen gehört die Einführung einer sogenannten offenen Ausgangsstufe.
Sie soll Jugendlichen mit besonderem Unterstützungsbedarf ermöglichen, das neunte Schuljahr auf zwei Jahre zu strecken, um so mehr Zeit für den Kompetenzerwerb, Praktika und Sprachförderung zu haben. Zudem sollen die Schulen mehr Gestaltungsspielraum erhalten, etwa durch flexible Stundentafeln, die eine stärkere Fokussierung auf Deutsch und Mathematik in den ersten Jahren ermöglichen, oder durch die Zusammenführung von Fächern.
Weitere Neuerungen sind eine Modernisierung der Leistungsbewertung mit weniger schriftlichen Arbeiten und mehr Projektarbeiten sowie verbindliche individuelle Förderpläne auf Grundlage pädagogischer Diagnosen.
„Wir stärken die Grundlagen, auf denen jede weitere Bildung aufbaut“, sagte Hamburg. Nach der aktuellen Anhörung der Verbände werden die Erlasse überarbeitet und die Stellungnahmen geprüft.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Klassenraum in einer Schule (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Niedersächsisches Kultusministerium gibt Neufassung der Grundsatzerlasse für Haupt-, Real- und Oberschulen ins Anhörungsverfahren.
- Einführung einer offenen Ausgangsstufe für besondere Unterstützungsbedarfe, die das neunte Schuljahr auf zwei Jahre streckt.
- Schulen erhalten mehr Gestaltungsspielraum und es wird eine Modernisierung der Leistungsbewertung angestrebt.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung von Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen
- Verbesserung der individuellen Förderung für Schüler mit Unterstützungsbedarf
- Anpassung an veränderte Anforderungen durch Heterogenität und Digitalisierung
Wer ist betroffen?
- Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf
- Lehrer an Haupt-, Real- und Oberschulen
- Bildungsbehörden und Verbände
Zahlen/Fakten?
- Neufassung der Grundsatzerlasse für Haupt-, Real- und Oberschulen in Niedersachsen
- Einführung einer offenen Ausgangsstufe für Schüler mit Unterstützungsbedarf
- Neue Regelungen sollen zum kommenden Schuljahr in Kraft treten
Wie geht’s weiter?
- Überarbeitung der Erlassfassung nach Anhörung der Verbände
- Einführung individueller Förderpläne und Anpassung der Leistungsbewertung
- Umsetzung der neuen Regelungen zum kommenden Schuljahr
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