Wirtschaft Hannover: Landesbeteiligungen bei VW
Hannover () – Das Land Niedersachsen prüft verschiedene Modelle für einen Einstieg beim Osnabrücker Werk des Volkswagen-Konzerns, um eine Nutzung der Fertigungsstätte durch den israelischen Rüstungskonzern Rafael zu ermöglichen. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Insider.
Rafael würde im Osnabrücker VW-Werk gerne Komponenten für das Luftverteidigungssystem Iron Dome bauen, doch das Emirat Katar als VW-Großaktionär lehnt ein Joint Venture ab.
Nun gibt es Überlegungen, den Standort in zwei Gesellschaften aufzuteilen. Eine Gesellschaft würde die Liegenschaften einschließlich der Gebäude sowie Teile der Belegschaft bündeln.
An ihr soll Volkswagen weiterhin beteiligt bleiben, Rafael dagegen nicht.
Eine zweite Gesellschaft wäre dann für die eigentliche Produktion der Iron-Dome-Komponenten zuständig. An dieser operativen Einheit könnte sich neben Rafael auch ein Finanzinvestor beteiligen.
In diesem Zusammenhang wird auch über ein Engagement des Landes Niedersachsen diskutiert. Nach Informationen der Zeitung aus dem Umfeld der Gespräche prüft die landeseigene Beteiligungsgesellschaft Perspektiven eines solchen Konstrukts.
Voraussetzung wäre demnach ein belastbarer Businessplan mit angemessener Rendite. Eine Beteiligung käme nur infrage, wenn sie wirtschaftlich tragfähig ist, hieß es.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Volkswagen (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Niedersachsen prüft Modelle für einen Einstieg beim Osnabrücker VW-Werk, um dessen Nutzung durch den israelischen Rüstungskonzern Rafael zu ermöglichen
- Es wird erwogen, den Standort in zwei Gesellschaften aufzuteilen; dabei würde eine Gesellschaft die Liegenschaften und Teile der Belegschaft bündeln, während eine zweite die Produktion der Iron-Dome-Komponenten übernehmen soll
- Das Land Niedersachsen bzw. die Beteiligungsgesellschaft Perspektiven für dieses Konstrukt prüfen, jedoch nur bei belastbarem Businessplan und wirtschaftlicher Tragfähigkeit
Warum ist das wichtig?
- ermöglicht potenziell die Nutzung der VW-Fertigungsstätte in Osnabrück durch Rafael für Komponenten des Luftverteidigungssystems Iron Dome
- Niedersachsen prüft finanzielle Beteiligungs- und Organisationsmodelle, um wirtschaftliche Tragfähigkeit durch einen belastbaren Businessplan mit angemessener Rendite sicherzustellen
- Umgehung der Ablehnung eines Joint Ventures durch Katar durch Aufteilung des Standorts in zwei Gesellschaften
Wer ist betroffen?
- Das Land Niedersachsen als Beteiligter der landeseigenen Beteiligungsgesellschaft
- Volkswagen (mit Beteiligung an der Gesellschaft mit Liegenschaften und Teilen der Belegschaft)
- Der israelische Rüstungskonzern Rafael (für die Produktion der Iron-Dome-Komponenten)
Zahlen/Fakten?
- Niedersachsen prüft Modelle für einen Einstieg beim Osnabrücker VW-Werk, um eine Nutzung durch den israelischen Rüstungskonzern Rafael zu ermöglichen
- Rafael soll Komponenten für das Luftverteidigungssystem Iron Dome bauen; Katar lehnt ein Joint Venture ab
- Aufteilung des Standorts in zwei Gesellschaften; Frage einer möglichen Beteiligung des Landes über die Beteiligungsgesellschaft mit Voraussetzung eines belastbaren Businessplans und angemessener Rendite
Wie geht’s weiter?
- Aufteilung des Osnabrücker VW-Werks in zwei Gesellschaften mit Liegenschaften/Teilen der Belegschaft in einer Einheit ohne Beteiligung von Rafael
- Produktionseinheit für Iron-Dome-Komponenten könnte Rafael und zusätzlich einen Finanzinvestor umfassen
- Niedersachsen prüft über die landeseigene Beteiligungsgesellschaft Perspektiven für ein eigenes Engagement, nur bei belastbarem Businessplan und angemessener Rendite
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