Datenschutzbeauftragter warnt vor zu weitgehenden Befugnissen in Polizeigesetz

26. Februar 2026
1 min Lesezeit

Datenschutzbeauftragter warnt vor zu weitgehenden Befugnissen in Polizeigesetz

Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Datenschutz und Polizeibefugnisse in Niedersachsen

() – Der niedersächsische Datenschutzbeauftragte hat bei einer Anhörung im Landtag vor einer zu weitgehenden Ausweitung polizeilicher Befugnisse im geplanten neuen Polizeigesetz gewarnt. Denis Lehmkemper sagte am Donnerstag, dass nicht alles, was technisch möglich sei, auch rechtlich zu legitimieren wäre.

Er äußerte Zweifel, ob der aktuelle Entwurf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheitsinteressen und dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung wahre.

Besonders kritisch sieht der Landesbeauftragte die geplanten Regelungen für automatisierte, KI-gestützte Verfahren wie intelligente Videoüberwachung, biometrische Echtzeit-Identifizierung und automatisierte Datenanalysen. Diese stellten einen Paradigmenwechsel dar und erhöhten die Eingriffsintensität erheblich.

Lehmkemper forderte klarere Begrenzungen, kürzere Speicherfristen und die vollständige Einhaltung europäischer Vorgaben wie der KI-Verordnung.

Der Datenschutzbeauftragte appellierte an die Abgeordneten, die Grundrechte bei der Gesetzesberatung stets im Blick zu behalten. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die Regelungen einer verfassungsrechtlichen Prüfung nicht standhielten und von Anfang an mit Rechtsunsicherheit belastet seien.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizei (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Niedersächsischer Datenschutzbeauftragter warnt im Landtag vor Ausweitung polizeilicher Befugnisse im neuen Polizeigesetz.
  • Kritische Einschätzung der geplanten Regelungen für KI-gestützte Verfahren, die hohe Eingriffsintensität zur Folge haben.
  • Forderung nach klareren Begrenzungen, kürzeren Speicherfristen und Einhaltung europäischer Vorgaben.

Warum ist das wichtig?

  • Einschränkungen der Grundrechte könnten massiv zunehmen.
  • Notwendigkeit rechtlicher Rahmenbedingungen für neue Technologien.
  • Risiko von verfassungsrechtlichen Problemen bei unklaren Regelungen.

Wer ist betroffen?

  • niedersächsischer Datenschutzbeauftragter
  • Abgeordnete
  • Bürger mit Grundrechten

Zahlen/Fakten?

  • Warnung vor zu weitgehenden polizeilichen Befugnissen im neuen Polizeigesetz
  • Zweifeln an ausgewogenem Verhältnis zwischen Sicherheitsinteressen und Grundrechten
  • Forderung nach klaren Begrenzungen und kürzeren Speicherfristen

Wie geht’s weiter?

  • Klarere Begrenzungen für polizeiliche Befugnisse fordern
  • Kürzere Speicherfristen einführen
  • Grundrechte bei der Gesetzesberatung beachten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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