CDU will Kinder mehr an Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen

30. Mai 2026
1 min Lesezeit

CDU will Kinder mehr an Pflegekosten ihrer Eltern beteiligen

Niedersachsen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Pflegekosten und Vermögensfragen in Berlin

() – Angesichts steigender Kosten in der Pflege fordert Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (CDU), erwachsene Kinder künftig mehr an den Kosten ihrer pflegebedürftigen Eltern zu beteiligen.

„Ich sehe die Möglichkeit, die Einkommensgrenze, bei der man zu den elterlichen Pflegekosten herangezogen wird, herunterzusetzen“, sagte Stegemann der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagausgabe). Bislang müssen sich Kinder nach dem 2020 eingeführten Angehörigen-Entlastungsgesetz erst ab einem Jahresverdienst von mehr als 100.000 Euro an der Unterbringung ihrer Eltern beteiligen.

Diese Marke bezeichnete der Politiker rückblickend als „mehr oder weniger willkürlich“.

Bleibe ein politisches Gegensteuern aus, drohe dem Pflegesystem ein massiver Kostenanstieg. „Wenn wir nichts tun, steigen die Beiträge bis 2030 von 3,6 auf 4,6 Prozent, für Kinderlose in Richtung 5,5 Prozent“, sagte er.

Für viel Aufsehen hatte zuletzt Stegemanns Kritik an einem „Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit“ gesorgt.

Mit Blick auf Immobilien, die vor einem Pflegefall an die nächste Generation überschrieben werden, legte er nun nach. Die Vermögenssituation werde oft so geregelt, dass Eltern ihr Hab und Gut rechtzeitig verteilten.

„Unter Einhaltung der 10-Jahresfristen bringt man sozusagen das Erbe in trockene Tücher“, sagte er.

Dies wolle er dem Einzelnen gar nicht vorwerfen, es sei jedoch angewandte Praxis. „Wir müssen an diese Umgehungstatbestände ran, ob beim Eigenheim oder anderem Vermögen“, forderte der CDU-Politiker.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Seniorin mit Helferin (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • CDU-Politiker Albert Stegemann fordert höhere finanzielle Beteiligung von Kindern an Pflegekosten.
  • Vorschlag, Einkommensgrenze für Beteiligung von aktuell 100.000 Euro zu senken.
  • Warnung vor massiven Beitragsanstiegen im Pflegesystem bis 2030, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden.

Warum ist das wichtig?

  • Steigende Pflegekosten erfordern eine stärkere finanzielle Beteiligung erwachsener Kinder.
  • Potenzielle Reform der Einkommensgrenze könnte finanzielle Belastung auf gerechtere Weise verteilen.
  • Fehlende politische Maßnahmen könnten zu einem massiven Anstieg der Pflegebeiträge bis 2030 führen.

Wer ist betroffen?

  • erwachsene Kinder pflegebedürftiger Eltern
  • Kinder mit einem Jahresverdienst über 100.000 Euro
  • Allgemeinheit bei Erbenschutzprogrammen

Zahlen/Fakten?

  • Einkommensgrenze für Kinder bei Pflegekosten derzeit über 100.000 Euro
  • Prognose: Beiträge steigen bis 2030 von 3,6 auf 4,6 Prozent
  • Kinderlose könnten bis zu 5,5 Prozent zahlen

Wie geht’s weiter?

  • Herabsetzung der Einkommensgrenze für Kinderbeteiligung an Pflegekosten
  • Möglicher massiver Kostenanstieg im Pflegesystem bis 2030
  • Forderung nach Maßnahmen gegen Umgehung von Vermögensregelungen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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