Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Pflegekosten und Vermögen: SPD in Berlin
Berlin () – Die SPD-Fraktionsvizechefin Dagmar Schmidt hat sich offen für den Vorstoß aus der Unionsfraktion gezeigt, bei anfallenden Pflegekosten auch Vermögen stärker heranzuziehen.
„Unsere Sozialversicherungssysteme, auch die Pflege, beruhen auf dem Solidarprinzip“, sagte Schmidt der „Rheinischen Post“ (Freitagausgaben). „Das heißt, jede und jeder leistet den Beitrag, der persönlich möglich ist, um eine Versorgung aller zu gewährleisten.“
Als Sozialdemokraten habe man hier vor allem die ganz normalen Menschen mit durchschnittlichen Einkommen im Blick. Man wolle sicherstellen, dass für ihre Gesundheit und Pflege gesorgt sei, so Schmidt. Der Vorschlag, dass Vermögende im Pflegefall zuerst auf ihr eigenes Vermögen zurückgreifen sollten, sei vor diesem Hintergrund durchaus diskutabel, fügte die SPD-Fraktionsvizechefin hinzu.
Unionsfraktionsvize Albert Stegemann (CDU) hatte der „Bild“ gesagt, ein „Erbenschutzprogramm auf Kosten der Allgemeinheit“ könne es nicht geben. Wer Vermögen besitze, müsse zunächst eigenes Vermögen einsetzen, auch das Eigenheim, bevor die Gemeinschaft zahle, so Stegemann.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Dagmar Schmidt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dagmar Schmidt zeigt sich offen für den Vorstoß der Unionsfraktion zur stärkeren Heranziehung von Vermögen bei Pflegekosten.
- Der Vorschlag betrifft vor allem Vermögende, die zuerst ihr eigenes Vermögen einsetzen sollen.
- Schmidt betont die Bedeutung des Solidarprinzips in den Sozialversicherungssystemen.
Warum ist das wichtig?
- Stärkung des Solidarprinzips in der Pflegeversicherung
- Sicherstellung der Gesundheits- und Pflegversorgung für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen
- Diskussion über gerechte Vermögensnutzung im Pflegefall
Wer ist betroffen?
- Vermögende Personen
- Menschen mit durchschnittlichen Einkommen
- Pflegebedürftige Personen
Zahlen/Fakten?
- Dagmar Schmidt unterstützt Vorstoß zur stärkeren Heranziehung von Vermögen bei Pflegekosten
- Sozialversicherungssysteme basieren auf Solidarprinzip
- Unionsfraktionsvize Albert Stegemann fordert Einsatz von Eigenvermögen vor Gemeinschaftszahlungen
Wie geht’s weiter?
- Diskussion über stärkere Vermögensheranziehung bei Pflegekosten
- Vorschlag für Vermögende, eigenes Vermögen zuerst einzusetzen
- Weiterführende Gespräche zwischen SPD und Union zu diesem Thema
