Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sozialbetrug und Schwarzarbeit in Südhessen
Darmstadt () – Bei einem groß angelegten Einsatz gegen Sozialbetrug und Schwarzarbeit in Südhessen haben Behörden am Donnerstag über 140 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Das teilte das Polizeipräsidium Südhessen mit.
Knapp 350 Einsatzkräfte von Polizei, Zoll, Finanzamt und Ordnungsbehörden kontrollierten mehr als 100 Betriebe wie Gaststätten, Spielotheken, Barbershops und Nagelstudios. Dabei wurden 734 Personen überprüft.
Die Beamten stellten zahlreiche Verstöße fest, darunter gegen den Mindestlohn, bei der Kassenführung und gegen die Schwarzarbeit.
Zudem wurden etwa 20 illegale Geldspielautomaten, 30 Kilogramm unversteuerter Tabak und 160 Flaschen ohne Pfand beschlagnahmt. Maßnahmen zur Vermögensabschöpfung in Höhe von rund 280.000 Euro wurden veranlasst.
In Rüsselsheim wurde einer Gaststätte der Betrieb untersagt, in Mörfelden-Walldorf beanstandeten Prüfer in 13 Lokalen die Kassensysteme.
In Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg wurden Verfahren wegen Vorenthaltens von Arbeitsentgelt, Leistungsbetrug und Steuerhinterziehung eingeleitet. In Gernsheim könnte ein Gastronom Rückzahlungen und Strafen von insgesamt etwa 50.000 Euro drohen.
In Darmstadt, Erbach und anderen Städten wurden zudem Personen angetroffen, die sich illegal im Land aufhielten und arbeiteten.
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