Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gedenkveranstaltung in Frankfurt am Main
Frankfurt am Main () – Die Stadt Frankfurt hat am Dienstag mit einer Gedenkstunde in der Paulskirche an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Im Mittelpunkt stand ein Vortrag von Silas B. R. Kropf, Vorsitzender der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus, mit dem Titel ‚Geschichte, die bleibt: Wie historische Erfahrungen die Gegenwart von Sinti und Roma prägen‘.
Das teilte die Stadtverwaltung mit.
Für den Magistrat begrüßte Kulturdezernentin Ina Hartwig die Anwesenden. Sie wies darauf hin, dass Hass und Rassismus auch nach der Befreiung von Auschwitz in den Köpfen vieler Menschen geblieben seien.
In Frankfurt seien nach dem Krieg leitende Funktionen im Stadtgesundheitsamt an Täter vergeben worden, die an Zwangskastrationen und medizinischen Experimenten an Sinti und Roma beteiligt gewesen seien.
Hartwig betonte, es sei alarmierend, dass rassistische, antisemitische und antiziganistische Erzählungen wieder in den öffentlichen Diskurs drängten. Man dürfe sich nicht dem Trugschluss hingeben, dass diese Kräfte weniger gefährlich seien, nur weil sie heute nicht mehr mit schwarzen Stiefeln marschierten.
Im Anschluss an die Gedenkstunde wurde ein Kranz am Mahnmal für die Opfer der Gewaltherrschaft niedergelegt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Konzentrationslager Auschwitz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Gedenkstunde in der Paulskirche für die Opfer des Nationalsozialismus in Frankfurt
- Vortrag von Silas B. R. Kropf über die Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma
- Warnung vor wieder aufkommenden rassistischen Narrativen im öffentlichen Diskurs
Warum ist das wichtig?
- Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus ist wichtig für die gesellschaftliche Sensibilisierung.
- Aufzeigen von aktuellen rassistischen und diskriminierenden Strömungen ist notwendig, um dem entgegenzuwirken.
- Historische Erfahrungen sind entscheidend, um das Verständnis für die Herausforderungen der betroffenen Gruppen heute zu fördern.
Wer ist betroffen?
- Opfer des Nationalsozialismus
- Sinti und Roma
- Täter an medizinischen Experimenten beteiligt
Zahlen/Fakten?
- Gedenkstunde in Frankfurt zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus.
- Vortragsthema: Auswirkungen historischer Erfahrungen auf Sinti und Roma.
- Nach dem Krieg wurden Täter in leitende Funktionen im Stadtgesundheitsamt eingestellt.
Wie geht’s weiter?
- Fortsetzung der Aufklärung über den Holocaust und Antiziganismus
- Stärkung des Bewusstseins gegen Rassismus und Diskriminierung
- Weitere Gedenkveranstaltungen und Bildungskampagnen geplant
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