Schweinfurter Ehepaar wegen Sozialbetrugs verurteilt

17. April 2026
1 min Lesezeit

Schweinfurter Ehepaar wegen Sozialbetrugs verurteilt

Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt

Betrug und Rechtssystem in Schweinfurt

() – Ein Ehepaar aus Schweinfurt ist wegen gemeinschaftlichen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe verurteilt worden. Das teilte das Hauptzollamt Schweinfurt mit.

Das Amtsgericht verhängte gegen beide jeweils neun Monate Haft, die zur Bewährung ausgesetzt wurden. Das Paar hatte über ein Jahr lang staatliches Bürgergeld bezogen, während es gleichzeitig gewerblich Personen- und Pakettransporte nach Kaliningrad in Russland durchführte und die Einnahmen verschwieg.

Dem Jobcenter entstand so ein Schaden von mehr als 15.000 Euro.

Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls begannen nach einem Hinweis des Jobcenters. Das Paar hatte die Fahrten unter einem Pseudonym in Sozialen Medien beworben.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten das für die Geschäfte genutzte Handy sicher, auf dem Belege für 33 bezahlte Fahrten zwischen Oktober 2022 und November 2023 gefunden wurden. Als belastend erwies sich auch die Fahrleistung des Kleintransporters: In 23 Monaten legte er über 153.000 Kilometer zurück, was monatlich etwa 6.600 Kilometern entspricht.

Neben dem Sozialbetrug ergaben sich Hinweise auf weitere Straftaten.

Wegen der regelmäßigen Grenzübertritte und des Pakettransports ohne gültige Zolldokumente nach Russland wird geprüft, ob Embargovorschriften verletzt wurden. Zudem liegt der Verdacht der Steuerhinterziehung vor, da die Einnahmen nicht versteuert wurden.

Das Ehepaar muss die unrechtmäßig bezogenen Leistungen in voller Höhe zurückzahlen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Polizeistreife im Einsatz (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ehepaar aus Schweinfurt wegen gemeinschaftlichen Betrugs verurteilt
  • Neun Monate Haft, ausgesetzt zur Bewährung; bezog über ein Jahr Bürgergeld während gewerblichem Transport nach Russland
  • Schaden für das Jobcenter über 15.000 Euro, weitere Straftaten und Steuerhinterziehung im Raum

Warum ist das wichtig?

  • Aufdeckung von Sozialbetrug schützt staatliche Mittel.
  • Präventive Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung und Rechtsverstöße.
  • Wichtigkeit von Meldesystemen zur Bekämpfung illegaler Aktivitäten.

Wer ist betroffen?

  • Ehepaar aus Schweinfurt
  • Jobcenter
  • Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Zahlen/Fakten?

  • 9 Monate Haft, zur Bewährung ausgesetzt
  • Schaden von über 15.000 Euro für das Jobcenter
  • 153.000 Kilometer Fahrleistung in 23 Monaten

Wie geht’s weiter?

  • Prüfen von möglichen Verletzungen der Embargovorschriften
  • Verdacht der Steuerhinterziehung weiter ermitteln
  • Rückzahlung der unrechtmäßig bezogenen Leistungen durch das Ehepaar
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