FAU-Forschende entdecken Megastruktur in Rumänien

8. Mai 2026
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FAU-Forschende entdecken Megastruktur in Rumänien

Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt

Archäologie: Hinweise zur Urgesellschaft in Rumänien

() – Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen- (FAU) haben neue Hinweise auf die soziale Organisation in der Urgeschichte gefunden. Das teilte die Universität am Freitag mit.

Im Zentrum der Untersuchungen steht ein besonderer Gebäudetyp, sogenannte Megastrukturen, der nun erstmals auch in einer kleineren Siedlung in nachgewiesen wurde.

Bei Ausgrabungen in der Nähe von Stăuceni im nordostrumänischen Kreis Botoșani entdeckte ein Team um die Archäologin Doris Mischka eine Megastruktur der Cucuteni-Tripolje-Kultur. Das Gebäude ist mit rund 350 Quadratmetern mehr als dreimal so groß wie die umliegenden Wohnhäuser.

Die Siedlung selbst umfasst 45 Hausgrundrisse und ist damit deutlich kleiner als vergleichbare Siedlungen in der , die bis zu 3.000 Häuser aufwiesen. Die Forschenden fanden zudem Hinweise darauf, dass die Megastruktur nicht am Anfang der Siedlung errichtet wurde, sondern erst im Laufe ihrer Entwicklung.

Die Bauweise der Megastrukturen unterscheidet sich von normalen Wohnhäusern.

Unter dem Fußboden fanden die Forschenden einen umlaufenden Fundamentgraben mit mächtigen Pfosten. Im Inneren entdeckten sie vergleichsweise wenige Artefakte, darunter Keramikscherben, Überreste der Steinbearbeitung sowie verkohlte Getreidekörner und einen Samen des Schwarzen Bilsenkrauts, einer Pflanze mit psychoaktiver Wirkung. „Wir können noch nicht sicher sagen, ob das ein Versammlungshaus, ein ritueller Ort oder vielleicht beides war“, sagte Mischka.

Die Arbeiten in Stăuceni sollen fortgesetzt werden.

Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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