Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft und Vertrauen in Erlangen
Erlangen () – Eine Studie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat ergeben, dass Diskriminierungserfahrungen das Vertrauen muslimischer Menschen in staatliche Institutionen, insbesondere in die Polizei, messbar verringern können. Das teilte die Universität mit.
Die grundsätzliche Unterstützung für die Demokratie bleibe dabei jedoch stabil.
Im Rahmen eines Experiments wurden 135 Studierende mit Informationen über die Benachteiligung von Musliminnen und Muslimen, etwa auf dem Arbeitsmarkt, konfrontiert. Dabei zeigte sich ein signifikanter Vertrauensverlust gegenüber der Polizei.
Bei Personen mit starker muslimischer Identität sank zudem das Vertrauen in den Bundestag. In Gruppendiskussionen äußerten viele Betroffene den Eindruck, der Staat sei nicht immer bereit, sie vor Diskriminierung zu schützen.
Trotz dieser Erfahrungen wollen sich viele Musliminnen und Muslime weiterhin gesellschaftlich engagieren.
Die Forscherin Stephanie Müssig betonte, die Ergebnisse zeigten, dass die Reduzierung von Diskriminierung dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Demokratie zugutekomme. Die Studie entstand im Forschungsprojekt ‚Wechselwirkungen‘ am FAU-Forschungszentrum für Islam und Recht in Europa.
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