ZEW-Konjunkturerwartungen brechen wegen Nahost-Krieg ein

17. März 2026
1 min Lesezeit

ZEW-Konjunkturerwartungen brechen wegen Nahost-Krieg ein

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: ZEW-Konjunkturerwartungen in Deutschland

() – Die ZEW-Konjunkturerwartungen für haben sich in der Umfrage vom März 2026 wegen des Kriegs im Nahen Osten massiv verschlechtert. Sie liegen mit -0,5 Zählern um 58,8 Punkte unter dem Vormonatswert, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte.

Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich dagegen leicht verbessert. Der Lageindikator für Deutschland liegt mit -62,9 Punkten um 3,0 Punkte über dem Vormonatswert.

„Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck“, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Für die deutsche Wirtschaft wachse damit das Risiko, dass der begonnene Erholungstrend der Konjunktur ausgebremst werde. „Wie stark die Effekte ausfallen, hängt von Dauer und Intensität des Konflikts ab.“ Die Finanzmarktexperten seien aber skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.

Kaum eine Branche erfährt eine Verbesserung im März. Besonders betroffen von den negativen Entwicklungen sind die energieintensiven Branchen: Chemie- und Pharmaindustrie (-43,6 Punkte gegenüber dem Vormonat), Automobilbranche (-34,3 Punkte gegenüber dem Vormonat) und Maschinenbau (-35,5 Punkte gegenüber dem Vormonat). Des Weiteren verzeichnen die Stahl- und Metallindustrie sowie das Baugewerbe ebenfalls starke Rückgänge. Beim Letzteren könnte dies auch mit der Erwartung steigender Zinsen zusammenhängen. Etwa 80 Prozent der Befragten rechnen mit Inflationsdruck sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone.

Die Erwartungen für die Eurozone verzeichnen einen starken Rückgang im März und rutschen mit -8,5 Punkten in den negativen Bereich. Der Index liegt um 47,9 Punkte niedriger als im Februar. Die Bewertung der Lage verschlechtert sich. Diese liegt mit -29,9 Punkten um 16,3 Punkte unter dem Vormonatswert.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: ZEW (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich massiv verschlechtert, liegen bei -0,5 Zählern.
  • Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich leicht verbessert, liegt bei -62,9 Punkten.
  • Viele Branchen, insbesondere energieintensive, verzeichnen starke Rückgänge.

Warum ist das wichtig?

  • Massive Verschlechterung der Konjunkturerwartungen in Deutschland wegen des Nahostkriegs
  • Risiko einer Abbremsung des Erholungstrends der deutschen Wirtschaft
  • Hoher Inflationsdruck und steigende Energiepreise betreffen insbesondere energieintensive Branchen

Wer ist betroffen?

  • energieintensive Branchen
  • Chemie- und Pharmaindustrie
  • Automobilbranche
  • Maschinenbau

Zahlen/Fakten?

  • ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland: -0,5 Zähler, -58,8 Punkte unter Vormonatswert
  • Lageindikator Deutschland: -62,9 Punkte, +3,0 Punkte über Vormonatswert
  • Chemie- und Pharmaindustrie: -43,6 Punkte, Automobilbranche: -34,3 Punkte, Maschinenbau: -35,5 Punkte

Wie geht’s weiter?

  • Beobachtungen zur Dauer und Intensität des Konflikts im Nahen Osten abwarten
  • Weitere Auswirkungen auf energieintensive Branchen erwarten
  • Entwicklung der Inflation und Energiepreise beobachten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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