ZEW-Konjunkturerwartungen steigen im Januar kräftig

20. Januar 2026
1 min Lesezeit

ZEW-Konjunkturerwartungen steigen im Januar kräftig

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Erwartungen in Deutschland steigen

() – Im Januar 2026 haben sich die Erwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren über die wirtschaftliche Lage Deutschlands deutlich verbessert. Der entsprechende Index liegt mit plus 59,6 Punkten um plus 13,8 Punkte über dem Vormonatswert, teilte das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mit.

Die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage verbesserte sich demnach ebenfalls. Der Lageindikator für liegt mit minus 72,7 Punkten um plus 8,3 Punkte über dem Vormonatswert.

Obwohl US-Präsident Donald Trump am vergangenen Wochenende zusätzliche Zölle angekündigt hat, erfahren exportorientierte Branchen in der Erhebung des ZEW zum Teil erhebliche Verbesserungen. Insbesondere legen die Salden der Stahl- und Metallindustrie sowie des Maschinenbaus zu – plus 18,2 bzw. plus 22,7 Punkte. Der Saldo der Automobilindustrie steigt um 16,5 Punkte auf minus 5,5 Punkte an. Um jeweils 12,4 Punkte bzw. 14,0 Punkte verbessern sich ebenfalls die Salden der Chemie- und Pharmaindustrie sowie der Elektroproduktion.

Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit den Zahlen für die Industrieproduktion für November 2025, die deutlich besser als erwartet ausgefallen sind, sowie einem überraschend kräftigen Auftragsplus. Zusätzlich dürfte das Mercosur-Abkommen die Perspektiven für die exportintensiven Branchen verbessert haben. Jedoch wirkt die unberechenbare US-Handelspolitik als zusätzlicher Belastungsfaktor für die deutsche Exportwirtschaft.

Die Erwartungen für die Eurozone steigen ebenfalls an und liegen aktuell mit plus 40,8 Punkten um plus 7,1 Punkte über dem Vormonatswert. Die Bewertung der Lage verbessert sich auch. Diese liegt mit minus 18,1 Punkten um plus 10,4 Punkte über dem Vormonatswert.

„2026 könnte den Wendepunkt markieren“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die aktuellen Ergebnisse. „Trotz der positiven Konjunkturerwartungen sollte aber weiterhin daran gearbeitet werden, die Standortattraktivität zu stärken, um nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: ZEW (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Erwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands im Januar 2026 deutlich verbessert
  • Erhebliche Verbesserungen in exportorientierten Branchen, insbesondere Stahl-, Metallindustrie und Maschinenbau
  • Erwartungen für die Eurozone steigen ebenfalls an

Warum ist das wichtig?

  • Verbesserung der wirtschaftlichen Erwartungen unter Finanzanalysten und Investoren
  • Positive Entwicklung in exportorientierten Branchen trotz Handelskonflikten
  • Bedeutung der Standortattraktivität für nachhaltiges Wachstum

Wer ist betroffen?

  • Finanzanalysten
  • institutionelle Investoren
  • exportorientierte Branchen

Zahlen/Fakten?

  • ZEW-Index: +59,6 Punkte (plus 13,8 Punkte zum Vormonat)
  • Lageindikator: -72,7 Punkte (plus 8,3 Punkte zum Vormonat)
  • Verbesserungen in Stahl- und Metallindustrie: +18,2 Punkte, Maschinenbau: +22,7 Punkte

Wie geht’s weiter?

  • Stärkung der Standortattraktivität zur Förderung nachhaltigen Wachstums
  • Beobachtung der Auswirkungen der US-Handelspolitik auf die Exportwirtschaft
  • Weitere Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone erwarten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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