Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Gesundheitsfinanzierung in Deutschland
Berlin () – Der Wirtschaftsweise Martin Werding lehnt die von der SPD ins Spiel gebrachte Einführung eines neuen Gesundheitsbeitrags auf Dividenden, Zinserträge oder Mieteinnahmen ab.
„Damit würde man aus der heutigen Sozialversicherung ein Steuer-Transfersystem machen, das die bereits bestehende Umverteilung massiv ausweitet, viele sonstige Formen der finanziellen Vorsorge belastet und vom bestehenden Reformbedarf ablenkt“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe).
Generell habe das deutsche Gesundheitssystem „ein Ausgabenproblem und kein Einnahmenproblem“. Daher seien Werding zufolge längerfristig orientierte Reformen nötig, „die für eine bessere und zugleich wirtschaftlichere Versorgung sorgen und damit den rasanten Anstieg von Ausgaben und Beitragssätzen der vergangenen Jahre dämpfen“.
Hierzu müsse „die Krankenhausreform konsequent umgesetzt werden, die Überbeanspruchung von Fachärztinnen und Fachärzten begrenzt und die Dynamik der Pharmausgaben eingefangen werden“. Dazu, sagte Werding weiter, reichten aber weder kurzfristige Leistungseinschränkungen, „noch hilft die Mobilisierung zusätzlicher Einnahmen“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Martin Werding (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Martin Werding lehnt Einführung eines neuen Gesundheitsbeitrags auf Dividenden, Zinserträge oder Mieteinnahmen ab.
- Er sieht im deutschen Gesundheitssystem ein Ausgabenproblem, nicht ein Einnahmenproblem.
- Werding fordert langfristige Reformen zur besseren und wirtschaftlicheren Versorgung.
Warum ist das wichtig?
- Umverteilung durch neuen Gesundheitsbeitrag vermeiden
- Fokus auf langfristige Reformen statt kurzfristige Lösungen
- Notwendigkeit zur Umsetzung der Krankenhausreform und Kontrolle von Ausgaben
Wer ist betroffen?
- Martin Werding
- SPD
- Gesundheitsversorgung
Zahlen/Fakten?
- Einführung eines neuen Gesundheitsbeitrags lehnt Martin Werding ab
- Deutsches Gesundheitssystem hat ein Ausgabenproblem
- Notwendigkeit langfristiger Reformen zur Dämpfung von Ausgaben und Beitragssätzen
Wie geht’s weiter?
- Umsetzung der Krankenhausreform
- Begrenzung der Überbeanspruchung von Fachärzten
- Einfangen der Dynamik der Pharmausgaben
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