Politik: CO2-Handel Berlin
Berlin () – Der Stadtwerkeverband VKU fordert ein entschlosseneres staatliches Vorgehen gegen schwarze Schafe beim CO2-Handel fürs Heizen und Tanken.
Kai Lobo, Vizechef des Verbandes kommunaler Unternehmen, warnte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ vor einem „Überbietungswettbewerb, bei dem Spekulanten Gewinne zulasten der Stadtwerke, Verbraucher und des Mittelstands machen – ohne Mehrwert für Klimaschutz und Energiewende“.
Hintergrund ist die geplante Novelle des Brennstoff-Emissionshandelsgesetzes (BEHG). Verschmutzungszertifikate sollen 2027, wie schon in diesem Jahr, in einer Spanne von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 versteigert werden. In der VKU-Stellungnahme zur geplanten Novelle, aus der das RND zitiert, warnt der Verband vor „strukturellen Defiziten“ durch Banken und Finanzdienstleister, die selbst keine CO2-Zertifikate benötigen, die Papiere aber erwerben – um sie auf einem Sekundärmarkt weiterzuverkaufen. Dort sind bislang für Erlöse von bis zu 70 Euro pro Tonne aufgrund des BEHG-Regelwerks garantiert.
Die Bundesregierung plant nun sogar zusätzliche Erhöhungen auf bis zu 75 Euro. Der VKU fordert, die geplanten Preiserhöhungen zu streichen, denn damit „würden Spekulationen sogar noch lukrativer“. Ferner verlangt der Verband stärkere Restriktionen bei der Teilnahme an den Auktionen.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Stadtwerke (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der VKU fordert ein entschlosseneres staatliches Vorgehen gegen Spekulationen im CO2-Handel fürs Heizen und Tanken.
- Hintergrund ist die geplante BEHG-Novelle, bei der Verschmutzungszertifikate 2027 erneut versteigert werden sollen; der Verband kritisiert strukturelle Defizite durch Banken und Finanzdienstleister, die Zertifikate auf dem Sekundärmarkt weiterverkaufen.
- Die Bundesregierung soll die Preise künftig auf bis zu 75 Euro pro Tonne erhöhen; der VKU verlangt das Streichung der Erhöhungen sowie stärkere Restriktionen bei der Teilnahme an den Auktionen.
Warum ist das wichtig?
- VKU fordert strengere Maßnahmen gegen Spekulanten im CO2-Handel, damit Gewinne nicht zulasten von Stadtwerken, Verbrauchern und Mittelstand entstehen
- Geplante Erhöhungen der Versteigerungspreise würden Spekulationen weiter ankurbeln und damit Klimaschutz und Energiewende weniger wirksam machen
- Der VKU verlangt das Streichens der Preiserhöhungen und stärkere Restriktionen bei der Teilnahme an den Auktionen
Wer ist betroffen?
- Stadtwerke
- Verbraucher
- Mittelstand
Zahlen/Fakten?
- 2027 Versteigerung von Verschmutzungszertifikaten im Bereich 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2
- Erlöse von bis zu 70 Euro pro Tonne durch das BEHG-Regelwerk im Sekundärmarkt
- Bundesregierung plant zusätzliche Erhöhungen auf bis zu 75 Euro
Wie geht’s weiter?
- VKU fordert, die geplanten Preiserhöhungen bis zu 75 Euro pro Tonne CO2 zu streichen, da sonst Spekulationen noch lukrativer würden
- VKU verlangt stärkere Restriktionen bei der Teilnahme an den Auktionen im CO2-Handel
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