Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Energiepolitik in Sachsen: Braunkohle im Fokus
Dresden () – Angesichts sich leerender Gasspeicher und hoher Importe von US-Flüssigerdgas (LNG) fordert Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), vermehrt auf heimische Braunkohle zu setzen.
„Wir haben ein Ziel, das absolut richtig ist. Wir wollen CO2 einsparen. Es muss aber auch ökonomisch und sozial funktionieren“, sagte der CDU-Politiker dem Tagesspiegel. Neben der Diversifizierung der LNG-Importe müsse auch die Braunkohle wieder stärker in den Fokus genommen werden. „Wir brauchen einen unverstellten Blick auf unsere Energiepolitik“, sagte Kretschmer.
Er erinnerte daran, dass der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung damals einhergehen sollte mit dem Bau von Gaskraftwerken, weil Gas nur halb so viel CO2 ausstoße wie die heimische Braunkohle. „Der Weg, den wir damals für unsere Energiewende eingeschlagen haben, hat sich durch den Wegfall von russischem Gas verändert“, sagte der Ministerpräsident und ergänzte: „Das LNG hat einen ähnlichen Klimaeffekt wie die heimische Braunkohle.“
Kretschmer fordert daher, den CO2-Preis auf Braunkohle auszusetzen, um diese konkurrenzfähig zu erhalten. „Es ist aus meiner Sicht Unsinn, diesen Energieträger jetzt durch CO2-Abgaben extrem zu verteuern und gleichzeitig LNG, das einen ähnlichen Klimafaktor hat und aus dem Ausland transportiert werden muss, zu bevorzugen“, sagte Kretschmer dem Tagesspiegel. Mit der Braunkohleverstromung sei man vom Ausland unabhängig, erhalte die eigenen Arbeitsplätze und nutze eine bereits vorhandene Infrastruktur. „Wir bauen gerade an bestehenden Kohlekraftwerken neue Gaskraftwerke, ohne damit einen Klimaeffekt zu erzielen. Das müssen wir kritisch miteinander besprechen, sonst schaden wir unserer Volkswirtschaft“, so Kretschmer.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kraftwerk (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Sachsen fordert verstärkten Einsatz von heimischer Braunkohle aufgrund leerer Gasspeicher und hoher LNG-Importe.
- Ministerpräsident Kretschmer kritisiert CO2-Preise auf Braunkohle und fordert deren Aussetzung.
- Er betont die Notwendigkeit einer kritischen Überprüfung der Energiepolitik und die Vorteile der Braunkohleverstromung für die Wirtschaft.
Warum ist das wichtig?
- Sicherstellung der Energieversorgung durch heimische Braunkohle
- Förderung der wirtschaftlichen Stabilität und Erhalt von Arbeitsplätzen
- Vermeidung von Abhängigkeiten durch ausländische Energielieferungen
Wer ist betroffen?
- Sachsen
- Haushalte und Unternehmen, die von Energiepreisen betroffen sind
- Arbeitnehmer in der Braunkohleindustrie
Zahlen/Fakten?
- CO2-Ausstoß von Gas ist nur halb so hoch wie der von Braunkohle
- Kretschmer fordert Aussetzung des CO2-Preises auf Braunkohle
- LNG hat ähnlich hohen Klimaeffekt wie heimische Braunkohle
Wie geht’s weiter?
- Vermehrter Einsatz heimischer Braunkohle fordern
- CO2-Preis auf Braunkohle aussetzen
- Künftige Energiepolitik kritisch besprechen
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