Union und SPD weisen Grünen-Warnung vor Gasmangel zurück

8. Februar 2026
1 min Lesezeit

Union und SPD weisen Grünen-Warnung vor Gasmangel zurück

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Energiepolitik in Deutschland: Aktuelle Debatte in Berlin

() – Union und SPD im Bundestag haben Warnungen der Grünen-Fraktion vor einem drohenden Gasmangel in zurückgewiesen. Deren energiepolitischer Sprecher Michael Kellner hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Untätigkeit vorgeworfen; seine Fraktion will Reiche in eine Sondersitzung des Energie-Ausschusses zitieren.

Andreas Lenz (CSU), wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Union, sagte der „Welt“, die Versorgungslage werde „täglich genau beobachtet“. „Insofern unterscheidet sich die Lage von der Situation im Jahr 2022. Die Hauptversorgung erfolgt momentan durch norwegisches Pipeline-Gas, daneben stehen die LNG-Terminals und eben die Speicher zur Verfügung.“ Lenz sagte: „Die gesetzlichen Füllstandsvorgaben für die Gasspeicher von 30 Prozent zum 1. Februar wurden eingehalten. Was Herr Kellner eigentlich wissen müsste – denn die entsprechend geänderte Verordnung wurde noch unter Robert Habeck und ihm selbst als Staatssekretär in Kraft gesetzt.“

Der Koalitionspartner SPD erklärte die Versorgung mit Bezug auf die Netzagentur für „jahreszeitengerecht gesichert“ – und führte dies auf das Handeln der Vorgänger-Regierung aus Sozialdemokraten, Grünen und FDP zurück: „Die mit der Ampel-Koalition geschaffenen Sicherungsvorgaben stellen bis heute erfolgreich sicher, dass Gas ausreichend verfügbar ist. Damit benannt sind sowohl gesetzliche Speicherfüllstandsvorgaben sowie der Ausbau zusätzlicher Flüssiggas-Anlandungskapazitäten, der LNG-Terminals“, sagte die energiepolitische Sprecherin Nina Scheer der „Welt“. „Wer mehr Verfügbarkeit von Gas einfordert, vernachlässigt den Umstand, dass sich jede zusätzliche Gasreserve auch preislich auswirkt. Entsprechende Forderungen zielen somit letztlich auf die Erhöhung von Energiepreisen, was dem Interesse nach bezahlbarer Energie zuwiderläuft.“

Die AfD im Bundestag kritisierte die Grünen: „Der Brandstifter stellt sich als Feuerwehrmann hin: Die Grünen haben sich dem preiswerten russischen Gas verweigert und es ohne politische Reaktion hingenommen, dass die Gasrohrleitung Nord Stream zerbombt wurde. Mit der SPD zusammen haben sie die Zertifizierung und Inbetriebnahme von Nord Stream 2 hintertrieben“, sagte der energiepolitische Sprecher Steffen Kotré. „Darüber hinaus muss aufgrund der gescheiterten Energiewende teures Gas verstromt werden. Damit tragen die Grünen selbst Verantwortung für eine Gasmangel-Lage, die die Bundesregierung nun verwaltet.“

Linken-Energiepolitiker Lorenz Gösta Beutin sagte: „Verheerend ist der eingeschlagene Kurs von Wirtschaftsministerin Reiche, die Energiepolitik erneut mit neuen Gaskraftwerken zuzupflastern. Er zementiert fossile Abhängigkeiten von autokratischen Regimen, verschwendet öffentliche Mittel mittels Subventionen und verzögert den dringend notwendigen Ausbau erneuerbarer Energien, statt Versorgungssicherheit langfristig und sozial gerecht abzusichern.“ Seine Fraktion fordere „eine stärkere öffentliche Kontrolle der Gasversorgung, wirksame Preisbegrenzungen und die Vergesellschaftung der Energienetze“.

Der Grünen-Abgeordnete Kellner bekräftigte in der „Welt“ seine Kritik: „Die Füllstände fallen. In kalten Tagen reichen die Pipeline-Lieferungen aus nicht aus. Besonders unklar ist angesichts der Marktentwicklungen, wie die Gasspeicher wieder gefüllt werden.“ Dafür brauche es „angepasste Regeln“ – die Regierung zeige aber keinen entsprechenden „Elan“, so Kellner. „Der Vorschlag der Bundesnetzagentur nach einer nationalen Gasreserve zeigt den Handlungsbedarf auf und ist überlegenswert.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Gasspeicher (Archiv)

Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




Bist du ein guter Leser? 👍

Welcher Begriff kam im Artikel vor?




4,8/5 (18 Bewertungen)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Union und SPD weisen Warnungen der Grünen-Fraktion vor Gasmangel zurück.
  • Wirtschaftsministerin Katherina Reiche wird in eine Sondersitzung des Energie-Ausschusses zitiert.
  • AfD kritisiert die Grünen für ihre Energiepolitik und deren Auswirkungen auf die Gasversorgung.

Warum ist das wichtig?

  • Versorgungssicherheit in Deutschland ist entscheidend für die Energiepolitik und die Wirtschaft.
  • Gesetzliche Füllstandsvorgaben und LNG-Terminals sind wichtig für die Stabilität der Gasversorgung.
  • Politische Entscheidungen beeinflussen die Energiepreise und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Wer ist betroffen?

  • Grüne-Fraktion
  • Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU)
  • Bundesnetzagentur

Zahlen/Fakten?

  • Gesetzliche Füllstandsvorgaben für Gasspeicher von 30 Prozent zum 1. Februar wurden eingehalten.
  • Versorgungslage wird täglich beobachtet.
  • Gasversorgung ist jahreszeitengerecht gesichert.

Wie geht’s weiter?

  • Keine Angabe
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Don't Miss