Familienunternehmer setzen Kommission zu Verhältnis zur AfD ein

18. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Familienunternehmer setzen Kommission zu Verhältnis zur AfD ein

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik in Berlin: Umgang mit AfD

() – Der Verband „Die Familienunternehmer“ will mit einer Kommission klären, ob es auf Landesebene Einladungen des Verbands an AfD-Politiker geben soll. „Um dafür handhabbare Lösungen zu finden, bei denen immer klar ist, wofür wir stehen, haben wir die Kommission eingesetzt“, sagte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). Dort werde man in den nächsten Wochen und Monaten mit den Mitgliedern diskutieren.

„Wir sind wieder bei dem, was früher galt: keine Einladungen zu Bundesveranstaltungen.“ Die große Zustimmung für die AfD sei aber „die Realität, in der wir leben“, so die Präsidentin des Verbands, der früher Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) hieß. „Vor dem Hintergrund haben wir jetzt eine Kommission eingesetzt, um zu besprechen, wie alle Ebenen unseres Verbandes damit umgehen können.“

Es sei ihrer Ansicht nach „ein falscher Eindruck über unsere Positionierung zur AfD entstanden und das mussten wir dringend korrigieren“, sagte Ostermann. Die Arbeit des Verbandes sei unverrückbar verbunden mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. „Wir lehnen das Menschenbild der AfD ab. Es passt nicht zu den Werten der Familienunternehmer“, sagte Ostermann.

Die grundsätzlichen Positionen der AfD seien wirtschaftsfeindlich. Sie wünsche sich persönlich, „dass die AfD nächstes Jahr schwächer wird und nicht in Regierungsverantwortung kommt“. Die AfD habe den Verband in einer Debatte im Bundestag instrumentalisiert „und rhetorisch eine Nähe zu uns hergestellt, die es nicht gibt“.

Der Verband hatte das Kontaktverbot zur AfD aufgehoben und den AfD-Politiker Leif-Erik-Holm zu einem Parlamentarischen Abend in Berlin eingeladen. Ostermann hatte das damit begründet, dass das bisherige Ignorieren der AfD den Aufstieg der extrem Rechten nicht verhindert habe. Ende November entbrannte starke Kritik an dem Vorgehen, finanzstarke Mitgliedunternehmen traten aus dem Verband aus. Kurz darauf bezeichnete der Verband den Beschluss als Fehler, nahm ihn zurück und kündigte eine Neudiskussion über den Umgang mit der AfD an.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Demo des Unternehmerverbandes „Die Familienunternehmer“ (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Verband "Die Familienunternehmer" setzt Kommission ein, um Einladungen an AfD-Politiker zu klären.
  • Medienberichten zufolge gab es starke Kritik und Austritte aus dem Verband nach Einladung eines AfD-Politikers.
  • Ostermann betont, dass die Positionierung des Verbands zur AfD korrigiert werden müsse.

Warum ist das wichtig?

  • Klärung der Position des Verbands zur AfD ist entscheidend für dessen öffentliches Image.
  • Diskussion über Einladungen von AfD-Politikern fördert interne Transparenz und Mitgliederbindung.
  • Korrektur eines falschen Eindrucks könnte das Vertrauen in die Werte des Verbands stärken.

Wer ist betroffen?

  • Mitglieder des Verbands "Die Familienunternehmer"
  • AfD-Politiker
  • finanzstarke Mitgliedunternehmen

Zahlen/Fakten?

  • Verband "Die Familienunternehmer" diskutiert über Einladungen an AfD-Politiker
  • Präsidentin Marie-Christine Ostermann kritisiert den Eindruck über die Verbandshaltung zur AfD
  • AfD-Politiker Leif-Erik-Holm wurde zu einem Parlamentarischen Abend eingeladen, was zu kritischen Reaktionen führte

Wie geht’s weiter?

  • Diskussion in der Kommission mit Mitgliedern über Einladungen an AfD-Politiker
  • Klärung der Positionierung des Verbands zur AfD
  • Beobachtung der politischen Entwicklung und Anpassung der Strategie
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