Elektroauto-Besitz hängt stark vom Haushaltseinkommen ab

22. Januar 2026
1 min Lesezeit

Elektroauto-Besitz hängt stark vom Haushaltseinkommen ab

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Trends bei Elektroautos in Deutschland

() – Lediglich 1,3 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2.600 Euro besaßen 2023 mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid.

Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2.600 bis unter 3.600 Euro monatlich waren es 3,5 Prozent, bei einem Einkommen von 3.600 bis unter 5.000 Euro monatlich 5,4 Prozent.

Dagegen besaßen 13,4 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5.000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride. Insgesamt besaßen 6,0 Prozent der privaten Haushalte im Jahr 2023 mindestens ein Elektroauto oder einen Plug-in Hybrid. Allgemein besaßen 80 Prozent der Privathaushalte mindestens einen Pkw – egal, ob E-Auto, Plug-in-Hybrid, Benziner oder Diesel.

Paare mit Kindern (unter 18 Jahren) hatten häufiger ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid als Paare ohne Kinder: 11,5 Prozent der Paarhaushalte mit Kindern besaßen mindestens ein solches Fahrzeug gegenüber 7,5 Prozent der Paarhaushalte ohne Kinder. Je nach Zahl der Kinder im Haushalt ist die Ausstattung mit E-Autos oder Plug-in-Hybriden unterschiedlich: Bei Paaren mit einem Kind waren es 10,6 Prozent der Haushalte, bei Paaren mit zwei Kindern 12,6 Prozent und bei Paaren mit drei und mehr Kindern 10,7 Prozent. Bei Alleinlebenden besaßen 2,2 Prozent der Haushalte diese Art von Fahrzeug.

Bei Haushalten, die mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid besaßen, waren dies vorwiegend Neuwagen oder Leasingfahrzeuge: Knapp die Hälfte (48,5 Prozent) besaß mindestens ein neu gekauftes E-Auto oder einen neu gekauften Plug-in-Hybrid. Bei 45,2 Prozent dieser Haushalte war mindestens ein geleastes E-Auto oder ein geleaster Plug-in-Hybrid vorhanden. Einen entsprechenden Gebrauchtwagen besaßen 15,2 Prozent der Haushalte, bei denen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid vorhanden war.

Der Anteil von Pkws mit Elektroantrieb an allen Pkw-Neuzulassungen ist zuletzt wieder gestiegen. Im Jahr 2025 waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 30,0 Prozent aller neu zugelassenen Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet (reines Elektroauto oder Plug-in-Hybrid). Im Jahr 2024 hatten Pkws mit Elektroantrieben noch 20,3 Prozent aller Neuzulassungen ausgemacht. Insgesamt wurden 2025 gut 856.500 elektrisch betriebene Pkws neu zugelassen. Darunter waren gut 545.100 rein batteriebetriebene Pkws (BEV), die 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2025 ausmachten (2024: 13,5 Prozent).

Damit Elektroautos und Plug-in-Hybride überall elektrisch fahren können, ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig. Gut 160.000 öffentliche Ladepunkte gab es zum 1. Januar 2025 in . Davon waren knapp 36.000 Schnellladepunkte. Dabei gibt es regionale Unterschiede, wie der Deutschlandatlas zeigt: Besonders in Bayern und gibt es verhältnismäßig viele Ladestationen. Auch in den Landkreisen an der Nordseeküste ist die Zahl hoch. Niedrig ist sie hingegen in den ostdeutschen Bundesländern, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, , Sachsen und . Durchschnittlich 7 Minuten mit dem Auto liegt die nächste öffentlich zugängliche Ladesäule bundesweit entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur 2 bis 5 Minuten zur nächsten Ladestation, in siedlungsarmen Regionen hingegen zum Teil bis zu 30 Minuten, so Destatis.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: E-Auto-Ladestation (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 2023 besaßen 6,0% der Haushalte in Deutschland mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid.
  • Der Anteil von E-Autos an Pkw-Neuzulassungen stieg auf 30,0% im Jahr 2025.
  • Es gab zum 1. Januar 2025 etwa 160.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland.

Warum ist das wichtig?

  • Zugang zu E-Autos und Plug-in-Hybriden ist stark vom Einkommen abhängig.
  • Notwendigkeit einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
  • Regionale Unterschiede in der Verfügbarkeit von Ladestationen beeinträchtigen die Nutzung.

Wer ist betroffen?

  • Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2.600 Euro
  • Paare mit Kindern unter 18 Jahren
  • Alleinlebende

Zahlen/Fakten?

  • 1,3 Prozent der Haushalte unter 2.600 Euro Einkommen besitzen ein E-Auto/Plug-in-Hybrid
  • 30,0 Prozent aller Neuzulassungen 2025 hatten Elektroantrieb
  • 160.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland zum 1. Januar 2025

Wie geht’s weiter?

  • Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter vorantreiben
  • Vermehrte Neuzulassungen von E-Autos und Plug-in-Hybriden erwarten
  • Regionale Unterschiede bei den verfügbaren Ladestationen beseitigen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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