Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Asylpolitik in Deutschland: Kontroversen und Kritik
Berlin () – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) übt scharfe Kritik am Plan von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU), Asylbewerbern künftig schon nach drei Monaten die Arbeitsaufnahme zu erlauben.
Der „Bild“ (Dienstagausgabe) sagte der DPolG-Vorsitzende Heiko Teggatz, das Vorhaben sei mit der ausgerufenen Asylwende nicht vereinbar. Der Plan sei „ein Geschenk für die SPD“, sagte Teggatz: „Subsidärschutzberechtigte oder Personen, die über einen sicheren Drittstaat nach Deutschland eingereist sind oder aus einem sicheren Herkunftsstaat stammen, dürfen unter keinen Umständen unter eine solche Regelung fallen. Bei ihnen ist keine Chance eines dauerhaften Bleiberechts vorhanden. Selbstverständlich wäre das ein weiterer Pull-Faktor, welcher die Asylwende der Bundesregierung ad absurdum führen würde.“
Teggatz sagte zwar, eine Arbeitsaufnahme hätte „grundsätzlich keine Auswirkungen auf eine mögliche Abschiebung“. Er kritisierte Dobrindts Plan zugleich: „Ich halte es jedoch für höchst unseriös allen Beteiligten gegenüber (Asylbewerber und Arbeitgeber), mit einer Arbeitsaufnahme einen dauerhaften Aufenthalt zu suggerieren und diesen dann gegebenenfalls ad hoc zu widerrufen.“ Wer in Deutschland arbeiten wolle, könne in den Botschaften im Ausland ein Visum für die Arbeitsaufnahme beantragen und dann auf legalem Wege nach Deutschland kommen und hier arbeiten, sagte Teggatz der „Bild“: „An diesem Prinzip sollte im Grundsatz auch festgehalten werden.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Alexander Dobrindt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- DPolG kritisiert Dobrindts Plan zur Arbeitsaufnahme für Asylbewerber nach drei Monaten.
- Teggatz warnt, dass dies die Asylwende der Bundesregierung gefährdet und als unseriös gilt.
- Er fordert, dass Asylbewerber visumspflichtig aus dem Ausland nach Deutschland kommen sollten.
Warum ist das wichtig?
- Scharfe Kritik an Dobrindts Plan zeigt Widerstand in der Gesellschaft.
- Warnung vor möglichen Pull-Faktoren für Asylanträge und deren Auswirkungen auf die Asylwende.
Wer ist betroffen?
- Asylbewerber
- Subsidärschutzberechtigte
- Personen aus sicheren Herkunftsstaaten
Zahlen/Fakten?
- Kritische Äußerung zur geplanten Arbeitsaufnahme für Asylbewerber nach 3 Monaten
- DPolG-Vorsitzender Heiko Teggatz bezeichnet Plan als "Geschenk für die SPD"
- Warnung vor Pull-Faktor für Asylbewerber durch die Regelung
Wie geht’s weiter?
- DPolG kritisiert Dobrindts Plan zur Arbeitsaufnahme für Asylbewerber nach drei Monaten
- Teggatz fordert klare Regelungen, um Missbrauch zu verhindern
- Vorschlag: Asylbewerber sollen Visum für Arbeitsaufnahme im Ausland beantragen
- Verdi ruft zu Warnstreiks bei der Telekom in Niedersachsen und Bremen auf - 18. Mai 2026
- Merz: Bulgarien zeigt bei Ukraine "europäische Solidarität" - 18. Mai 2026
- Iran-Optimismus zieht Dax zum Wochenbeginn klar ins Plus - 18. Mai 2026
