Berenberg-Chefökonom warnt Wirtschaft vor Annäherung an AfD

27. November 2025
1 min Lesezeit

Berenberg-Chefökonom warnt Wirtschaft vor Annäherung an AfD

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Warnungen aus Berlin zur AfD

() – Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, warnt die deutsche Wirtschaft vor einer Annäherung an die AfD. „Deutschlands Image als Investitionsstandort würde unter AfD-Einfluss weiter leiden“, sagte Schmieding dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Er verwies auf , wo Premier Viktor Orbán den Rechtsstaat geschwächt habe. „Das ungarische Beispiel zeigt, wie Rechtspopulisten mit dem Aushöhlen der Rechtssicherheit auch das Wachstumspotenzial eines Landes einschränken.“

Schmieding verwies zudem auf die europapolitischen Vorstellungen der Partei, die er als „fatal“ bezeichnete. „Aus den USA und bläst unserer Industrie bereits der Gegenwind hart ins Gesicht“, sagte er. „Würden wir auch noch den Zugang zu unseren wichtigsten Märkten, also denen in Europa, einschränken, würde das vielen Unternehmen den Garaus bereiten, darunter sicher auch vielen Familienunternehmen.“

Kritisch sieht Schmieding auch die Pläne der AfD zur Eindämmung des Fachkräftemangels, die vor allem auf Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit abzielten. Die deutsche Wirtschaft könne ohne ausländische Fachkräfte nicht lange bestehen. „Das einheimische Potenzial an Arbeitskräften ist bereits besser ausgeschöpft als in nahezu allen anderen Ländern Europas“, sagte der Volkswirt. „AfD-Wähler gerade in den etwas abgelegeneren Gebieten Deutschlands sollten sich einmal fragen, wer sie eigentlich im Alter pflegen soll.“ Eigene Kinder seien oftmals in die liberaleren Großstädte gezogen: „Ohne ausländische Pflegekräfte geht es nicht.“

Auch die Forderungen der AfD nach einem Ende der Energiewende und einem Wiedereinstieg in die Kernkraft hält Schmieding für kontraproduktiv. Auch wenn in der Energiepolitik Fehler gemacht worden und Korrekturen notwendig seien, könnte eine komplette Kehrtwende bedeuten, „dass viele der bereits getätigten Investitionen in den Klimaschutz und in neue Energien zu teuren Fehlinvestitionen würden“, sagte er.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Logo (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Holger Schmieding warnt vor einer Annäherung an die AfD, da dies Deutschlands Investitionsimage schädigen könnte.
  • Er kritisiert die europapolitischen Vorstellungen und die Pläne der AfD zur Fachkräfte-Eindämmung.
  • Schmieding sieht die Forderungen der AfD nach einem Ende der Energiewende als kontraproduktiv an.

Warum ist das wichtig?

  • Negative Auswirkungen auf Deutschlands Image als Investitionsstandort
  • Einschränkungen des Wachstumspotenzials durch Schwächung der Rechtssicherheit
  • Gefährdung der Fachkräfteversorgung und der Pflege durch ausländische Arbeitskräfte

Wer ist betroffen?

  • deutsche Wirtschaft
  • Familienunternehmen
  • ausländische Fachkräfte

Zahlen/Fakten?

  • Holger Schmieding warnt vor negativem Einfluss der AfD auf das Investitionsklima in Deutschland.
  • Unklares Wachstumspotenzial durch Rechtspopulisten, wie am Beispiel Ungarns erkennbar.
  • Ohne ausländische Fachkräfte könnte die deutsche Wirtschaft nicht bestehen.

Wie geht’s weiter?

  • Warnung vor Annäherung an die AfD und deren Einfluss auf den Investitionsstandort Deutschland
  • Kritische Betrachtung der europapolitischen Vorstellungen und Fachkräftemangel-Bekämpfung der AfD
  • Ablehnung der Forderungen nach einem Ende der Energiewende und Wiedereinstieg in die Kernkraft
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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