Verivox: Fast alle Gemeinden in Deutschland haben Internetlücken

11. April 2026
1 min Lesezeit

Verivox: Fast alle Gemeinden in Deutschland haben Internetlücken

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Digitalisierung in Deutschland: Internetzugangslücken

() – Etwa 2,2 Millionen Menschen in haben noch immer keinen Internetzugang mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde, obwohl die Politik dieses Ziel bereits vor acht Jahren erreicht haben wollte. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Marktanalyse des Vergleichsportals Verivox auf Grundlage der Daten im Bundesbreitbandatlas, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Demnach weisen 96 Prozent aller deutschen Städte und Gemeinden Internetlücken beim Mindeststandard von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) auf. Insgesamt 10.520 Kommunen sind damit nicht vollständig versorgt.

Besonders drastisch ist die Lage dem Bericht zufolge in 113 Gemeinden, in denen die Abdeckung mit 50 Mbit/s maximal zehn Prozent beträgt. In 61 davon existiert schlicht kein fester Breitbandanschluss dieser Geschwindigkeit – weder per DSL noch über Kabel oder Glasfaser. Bundesweit können zwar 97,3 Prozent aller Haushalte theoretisch einen Anschluss mit mindestens 50 Mbit/s erhalten, doch die verbleibenden 2,7 Prozent sind davon abgeschnitten.

Die Ausbauquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um lediglich 0,72 Prozentpunkte – ein Tempo, das kaum geeignet ist, den Rückstand in absehbarer Zeit aufzuholen. Dabei war der politische Anspruch ein anderer. Seit 2018 sollte Deutschland flächendeckend mit mindestens 50 Mbit/s versorgt sein. Was damals als ambitioniertes Ziel galt, ist inzwischen technisch längst überholt.

Das Gefälle zwischen den Regionen ist groß. Während viele Gemeinden in oder noch auf die Grundversorgung warten, sind in Hunderte Gemeinden bereits zu 100 Prozent mit schnellem Internet versorgt – darunter allein im Kreis Herzogtum Lauenburg mehr als 70 Orte.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Breitbandausbau (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Etwa 2,2 Millionen Menschen in Deutschland haben keinen Internetzugang mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde.
  • 96 Prozent aller deutschen Städte und Gemeinden weisen Internetlücken beim Mindeststandard auf.
  • Ausbauquote verbesserte sich nur um 0,72 Prozentpunkte im letzten Jahr.

Warum ist das wichtig?

  • Rund 2,2 Millionen Menschen ohne Zugang zu schnellem Internet ist ein großes Hindernis für Teilhabe und Digitalisierung.
  • Das unzureichende Tempo beim Breitbandausbau kann wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen gefährden.
  • Die regionalen Unterschiede verstärken soziale Ungleichheiten und hinderliche Bedingungen für ländliche Gebiete.

Wer ist betroffen?

  • 2,2 Millionen Menschen in Deutschland ohne Internetzugang mit mindestens 50 Megabit pro Sekunde
  • 10.520 Kommunen nicht vollständig mit mindestens 50 Mbit/s versorgt
  • 113 Gemeinden mit maximal zehn Prozent Abdeckung bei 50 Mbit/s

Zahlen/Fakten?

  • 2,2 Millionen Menschen in Deutschland haben keinen Internetzugang mit mindestens 50 Mbit/s
  • 96 Prozent aller Städte und Gemeinden haben Internetlücken beim Mindeststandard von 50 Mbit/s
  • 10.520 Kommunen sind nicht vollständig mit 50 Mbit/s versorgt

Wie geht’s weiter?

  • Ausbau der Internetversorgung muss beschleunigt werden
  • Investitionen in ländliche Regionen notwendig
  • Verbesserung der politischen Zielsetzungen und Maßnahmen erforderlich
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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