Verivox: Heizkosten liegen weiter 43 Prozent über Vorkrisenniveau

21. Februar 2026
1 min Lesezeit

Verivox: Heizkosten liegen weiter 43 Prozent über Vorkrisenniveau

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Energiepreise und Haushaltsausgaben in Deutschland

() – Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die müssen Haushalte für Energie noch immer etwa 21 Prozent mehr ausgeben als im Vorkriegsjahr. Das geht aus einer Analyse des Vergleichsportals Verivox hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben) berichten.

Die jährlichen Ausgaben für Heizung, Strom und Kraftstoff liegen demnach für einen Musterhaushalt mit drei Personen im Februar 2026 bei 4.977 Euro. Im Vorkriegsjahr 2021 waren es noch 4.121 Euro – ein Plus von 856 Euro.

Besonders stark verteuerten sich laut Verivox die Heizkosten. Heizöl koste aktuell rund 29 Prozent mehr als vor der Energiekrise. Für 20 Hektoliter zahlten Haushalte derzeit 1.849 Euro pro Jahr, 2021 waren es noch 1.428 Euro.

Auch das Heizen mit Gas wurde demnach teurer. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden wären laut Verivox die Kosten von 1.329 Euro auf 1.988 Euro gestiegen, was einem Plus von rund 50 Prozent entspricht. Da mehr Haushalte mit Gas als mit Öl heizen, legten die durchschnittlichen Heizkosten Verivox zufolge insgesamt um 43 Prozent zu.

Auch an der Zapfsäule sei die Mehrbelastung spürbar. Benzin ist nach den Daten des Vergleichsportals rund 15 Prozent teurer als 2021, Diesel 24 Prozent. Im Durchschnitt zahlten Autofahrer heute rund 17 Prozent mehr für Kraftstoff als 2021.

Strom dagegen bleibe weitgehend stabil: Bei einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden steige die Rechnung lediglich von 1.229 auf 1.244 Euro. Wer im günstigsten Tarif versorgt werde, zahle sogar rund 13 Prozent weniger als noch vor der Energiekrise, so Verivox.

„Ein milliardenschwerer Zuschuss des Bundes zu den Netzentgelten sowie sinkende Großhandelspreise haben dafür gesorgt, dass die Strompreise seit ihrem Höchststand im Jahr 2022 um gut ein Viertel gefallen sind“, erklärt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox. „Bei Gas und Kraftstoffen ist eine Rückkehr auf das Vorkriegsniveau dagegen absehbar nicht in Sicht. Allein der deutlich gestiegene CO2-Preis verteuert fossile Energieträger spürbar.“

Für die Analyse hat Verivox einen Drei-Personen-Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf, 4.000 Kilowattstunden Stromverbrauch und einer jährlichen Fahrleistung von 13.300 Kilometern zugrunde gelegt. Die Heizölpreise stammen vom Statistischen Bundesamt und von „Esyoil“, die Tankpreise vom ADAC und von „Clevertanken“ (Datenstand 17. Februar 2026).

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Heizkessel im Altbau-Keller (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Haushalte müssen für Energie 21 Prozent mehr ausgeben als im Vorkriegsjahr.
  • Heizölpreise steigen um 29 Prozent, Heizkosten insgesamt um 43 Prozent.
  • Benzinpreise sind 15 Prozent teurer, Diesel 24 Prozent.

Warum ist das wichtig?

  • Haushalte müssen deutlich mehr für Energie ausgeben, was die finanzielle Belastung erhöht.
  • Heizkosten und Kraftstoffpreise belasten das Budget vieler Haushalte stärker, was zu einer erhöhten Inflation führt.
  • Stabilität der Strompreise in Verbindung mit staatlichen Zuschüssen zeigt, wie Preisanpassungen variieren können.

Wer ist betroffen?

  • Haushalte mit hohen Energiekosten
  • Autofahrer
  • Drei-Personen-Haushalte

Zahlen/Fakten?

  • 21 Prozent höhere Energiekosten im Vergleich zum Vorkriegsjahr
  • Jährliche Ausgaben für einen Musterhaushalt: 4.977 Euro im Februar 2026, 4.121 Euro 2021
  • Heizölpreise 29 Prozent teurer, Gaspreise um 50 Prozent gestiegen
  • Durchschnittliche Kraftstoffpreise: 17 Prozent teurer als 2021
  • Strompreissteigerung nur von 1.229 auf 1.244 Euro für 4.000 kWh

Wie geht’s weiter?

  • Anhaltend hohe Energiekosten für Haushalte bis 2026
  • Preisanstieg bei Heizöl und Gas wird voraussichtlich bestehen bleiben
  • Keine Rückkehr zu Vorkriegsniveau für fossile Energieträger in Sicht
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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