Studie: Lehrer wollen mehr wirtschaftliche Themen im Unterricht

14. November 2025
1 min Lesezeit

Studie: Lehrer wollen mehr wirtschaftliche Themen im Unterricht

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Bildung und Unternehmertum in Deutschland

() – Eine Mehrheit der Wirtschaftslehrer in ist überzeugt, dass Themen wie Unternehmen und Unternehmertum stärker im Unterricht behandelt werden sollten. Das geht aus einer neuen Studie im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben) berichten. Für die Studie befragten Forscher vom Institut für Ökonomische Bildung der Universität 577 Wirtschaftslehrkräfte.

Demnach sind fast 85 Prozent der befragten Lehrer der Meinung, dass Wissen über Unternehmen und Unternehmertum zur allgemeinen Bildung gehört. Rund 45 Prozent sprechen sich dafür aus, unternehmerische Fähigkeiten verpflichtend im Unterricht zu vermitteln. Mehr als zwei Drittel (72 Prozent) geben an, mit dem Thema Unternehmertum im Unterricht vertraut zu sein. Das heißt, dass sie mindestens erste Erfahrungen damit gemacht haben. Doch nur rund 50 Prozent haben ihren Schülern bereits Wissen zu Unternehmensgründungen vermittelt. Mit Schülerfirmen, bei denen Jugendliche Produkte entwickeln oder Dienstleistungen anbieten, hat weniger als die Hälfte der Lehrkräfte praktische Erfahrung (41 Prozent).

„In Deutschland wird viel zu wenig gegründet. Das ist kein Wunder, wenn unsere jungen Menschen an den Schulen fast kein unternehmerisches Wissen erhalten und sie zur Selbstständigkeit nicht ermutigt werden“, sagte Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, den Funke-Zeitungen. „Politik und Institutionen sollten Raum schaffen, damit Wirtschaftswissen und Unternehmertum künftig Teil des Erwachsenwerdens ist.“

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Stefan Düll, sagte den Funke-Zeitungen, dass Grundlagen ökonomischer Bildung bereits fächerübergreifend vermittelt werden würden – etwa in Sozialkunde, Politik und Mathematik. „In einigen Bundesländern, Schulformen und Klassenstufen gibt es auch bereits ein Fach Wirtschaft“, sagte Düll. „Schulen können allerdings nicht alle gesellschaftlichen Themen in voller Tiefe behandeln, ohne den Bildungsauftrag zu überfrachten.“ Eltern und Unternehmen seien ebenfalls gefordert, wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln. „Die Schule bleibt ein Ort der Allgemeinbildung – nicht der einseitigen Interessenvermittlung.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Klassenraum in einer Schule (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Mehrheit der Wirtschaftslehrer fordert stärkere Behandlung von Unternehmen und Unternehmertum im Unterricht.
  • Rund 85 Prozent der Lehrer sehen Unternehmerwissen als Teil der allgemeinen Bildung.
  • Nur etwa 50 Prozent haben Schülern Wissen zu Unternehmensgründungen vermittelt.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung der unternehmerischen Bildung fördert Gründungsgeist bei Jugendlichen
  • Vermittlung von Wirtschaftswissen als Teil der Allgemeinbildung notwendig
  • Praktische Erfahrungen mit Unternehmertum erhöhen die Kompetenzen von Schülern

Wer ist betroffen?

  • Wirtschaftslehrer in Deutschland
  • Schüler
  • Eltern und Unternehmen

Zahlen/Fakten?

  • Fast 85 Prozent der Wirtschaftslehrer glauben, Unternehmenswissen gehört zur allgemeinen Bildung.
  • Rund 45 Prozent wollen verpflichtende Vermittlung unternehmerischer Fähigkeiten im Unterricht.
  • Nur etwa 50 Prozent haben bereits Wissen zu Unternehmensgründungen vermittelt.

Wie geht’s weiter?

  • Mehr Gewicht auf Unternehmertum im Unterricht legen
  • Politische und institutionelle Unterstützung für Wirtschaftswissen an Schulen erforderlich
  • Eltern und Unternehmen sollen wirtschaftliche Zusammenhänge vermitteln
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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