Verfassungsschützer kritisiert AfD-Reise nach Russland

2. Juni 2026
1 min Lesezeit

Verfassungsschützer kritisiert AfD-Reise nach Russland

Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Sicherheitspolitik und die AfD in Thüringen

() – Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, kritisiert die geplante Teilnahme mehrerer AfD-Politiker am St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum. Sicherheitspolitisch sei die Reise aus seiner Sicht hoch problematisch, sagte Kramer dem „Handelsblatt“.

Die Reise stärke die Propaganda des Kremls, eröffne Einfluss- und Anbahnungsräume für russische Geheimdienste und berühre deutsche Sicherheitsinteressen, so Kramer.

Eine konkrete Geheimnisweitergabe sei zwar nicht belegt. Das Risiko liege aber darin, dass Bundestagsabgeordnete im Rahmen ihrer parlamentarischen Arbeit Zugang zu sensiblen oder eingestuften Informationen haben könnten – etwa zu Lageeinschätzungen, parlamentarischen Strategien, Energiepolitik, Sanktionen oder Kritischer Infrastruktur.

Kritisch sieht Kramer zudem eine Russlandnähe im AfD-Umfeld.

Gerichte hätten bereits Fälle bestätigt, in denen Bundestagsmitarbeitern wegen sicherheitskritischer Russlandkontakte der Zugang verweigert worden sei. Das zeige, dass die Sorge nicht abstrakt sei.

Zwar seien Abgeordnete aufgrund ihres freien Mandats grundsätzlich unabhängig, sagte Kramer weiter. Das bedeute aber nicht, dass sie außerhalb jeder politischen oder sicherheitspolitischen Verantwortung stünden.

Das St. Petersburger Wirtschaftsforum sei eine zentrale Bühne des Kremls, gab Kramer zu bedenken.

Westliche Politiker, die daran teilnähmen, halfen Russland, trotz des Angriffskriegs gegen die Normalität und Anschlussfähigkeit zu inszenieren. Dabei sei das Risiko politischer Einflussnahme durch Russland seit Beginn des Ukrainekrieges 2022 deutlich gestiegen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Kreml (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes kritisiert geplante Teilnahme von AfD-Politikern am St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum.
  • Reise stärke Kreml-Propaganda und eröffne Einflussmöglichkeiten für russische Geheimdienste.
  • Risiko, dass Bundestagsabgeordnete Zugang zu sensiblen Informationen erhalten könnten.

Warum ist das wichtig?

  • Stärkung der Propaganda des Kremls durch die Teilnahme an dem Forum
  • Risiko für deutsche Sicherheitsinteressen durch mögliche Einflussnahme russischer Geheimdienste
  • Bedenken hinsichtlich Russlandnähe von AfD-Politikern und deren Zugang zu sensiblen Informationen

Wer ist betroffen?

  • AfD-Politiker
  • Bundestagsabgeordnete
  • Bundestagsmitarbeiter

Zahlen/Fakten?

  • Teilnahme mehrerer AfD-Politiker am St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum als problematisch angesehen
  • Risiko von Zugang zu sensiblen Informationen durch Bundestagsabgeordnete
  • Politischer Einfluss Russlands seit Beginn des Ukrainekrieges 2022 deutlich gestiegen

Wie geht’s weiter?

  • Kritische Beobachtung der Reise der AfD-Politiker zum Wirtschaftsforum in St. Petersburg
  • Gefahr von Einflussnahme durch russische Geheimdienste auf deutsche Sicherheitsinteressen
  • Bedenken hinsichtlich der Russlandnähe im AfD-Umfeld und deren Auswirkungen auf den Zugang zu sensiblen Informationen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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