Politik: Bundeswehr-Heimatschutz in Deutschland
Berlin () – Die Heimatschutzdivision der Bundeswehr soll bis 2035 mehr als doppelt so groß werden wie heute. Das kündigte ihr Kommandeur, Generalmajor Andreas Henne, gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ an.
„Wir haben ja im Moment eine avisierte Stärke von 6.500 Soldatinnen und Soldaten“, sagte er dem RND. „Wir werden aber bis 2035 auf weit über 10.000 Soldaten wachsen. Dann wird die Division deshalb mehr als doppelt so stark sein wie heute.“ Henne fügte hinzu: „Wir werden Heimatschutzbataillone aufstellen. Wir werden Unterstützungsbataillone aufstellen. Und wir werden eine signifikant höhere Zahl an Soldatinnen und Soldaten haben.“
Er ergänzte: „Die bisherige Zahl reicht aus, um eine Anfangsbefähigung herzustellen. Wir können schon jetzt Infrastruktur sichern, wir können schon jetzt Freedom of movement machen – aber noch nicht für einen längeren Konflikt.“ Freedom of movement bedeutet, die Bewegungsfreiheit von Truppen und Ausrüstung über längere Strecken zu garantieren.
Die im April 2025 aufgestellte Heimatschutzdivision mit mittlerweile sechs Regimentern besteht bisher aus 390 aktiven Soldaten sowie rund 4.400 Reservisten. Sie sind für den militärischen Schutz im Inland und die Sicherung der Infrastruktur wie Häfen, Flughäfen, Brücken, Gleise und Energieanlagen zuständig. Vor allem aber sichern sie die Funktion Deutschlands als militärische „Drehscheibe“ Europas für den Fall, dass Nato-Truppen in einem Abwehrkrieg mit Russland möglichst schnell und sicher an die Ostflanke des Bündnisses verlegt werden müssten.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldat (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Die Heimatschutzdivision soll bis 2035 mehr als doppelt so groß werden und auf weit über 10.000 Soldatinnen und Soldaten wachsen
- Es sollen Heimatschutz- und Unterstützungsbataillone aufgestellt werden, um längere Einsätze und mehr Bewegungsfreiheit zu ermöglichen
- Die Division soll weiter für den Schutz im Inland sowie zur Sicherung von Infrastruktur und schnellen Verlegungen von NATO-Truppen an die Ostflanke sorgen
Warum ist das wichtig?
- Damit die Heimatschutzdivision bis 2035 deutlich mehr Personal hat und so langfristige Schutzaufgaben im Inland besser erfüllen kann
- Um Infrastruktur sichern und Bewegungsfreiheit von Truppen und Ausrüstung über längere Strecken (Freedom of movement) auch für längere Konflikte zu ermöglichen
- Um Deutschlands Rolle als militärische Drehscheibe für eine schnelle Verlegung von Nato-Truppen an die Ostflanke wirksamer abzusichern
Wer ist betroffen?
- Soldatinnen und Soldaten der Heimatschutzdivision der Bundeswehr
- Reservisten der Heimatschutzdivision (rund 4.400)
- Teile der Infrastruktur in Deutschland, die durch die Division gesichert werden sollen (z. B. Häfen, Flughäfen, Brücken, Gleise, Energieanlagen)
Zahlen/Fakten?
- 6.500 Soldatinnen und Soldaten (avisierte Stärke heute)
- Über 10.000 Soldaten bis 2035
- 390 aktive Soldaten und rund 4.400 Reservisten (Heimatschutzdivision, Stand seit April 2025)
Wie geht’s weiter?
- Die Heimatschutzdivision soll bis 2035 auf weit über 10.000 Soldatinnen und Soldaten wachsen und damit mehr als doppelt so stark werden
- Es werden Heimatschutzbataillone und Unterstützungsbataillone aufgestellt, um längerfristig Einsätze zu ermöglichen
- Bisher reicht die Stärke nur für Anfangsbefähigung; Ziel ist, Freedom of movement für einen längeren Konflikt zu ermöglichen
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