Hubig für Strafrechtsverschärfung bei Partnerschaftsgewalt

21. Januar 2026
1 min Lesezeit

Hubig für Strafrechtsverschärfung bei Partnerschaftsgewalt

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftlicher Schutz vor Partnerschaftsgewalt in Deutschland

() – Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will Frauen besser vor partnerschaftlicher Gewalt schützen – mit Fußfesseln für auffällige Männer und härteren Strafen für Täter.

„Wir haben in ein sehr ernstes Problem mit Partnerschaftsgewalt“, sagte sie dem „Stern“. Oberste Priorität habe für sie daher, „dass wir Frauen besser vor Gewalt durch ihren Partner oder Ex-Partner schützen“.

Sie wolle Familiengerichte „dazu ermächtigen, Gewalttäter zum Tragen einer elektronischen Fußfessel zu verpflichten“, sagte Hubig. Diese könnten Leben retten. Die Anordnung einer Fußfessel werde auch dann möglich sein, wenn es noch gar nicht zu Übergriffen gekommen sei. Zudem, so die Ministerin, prüfe sie derzeit, ob Fälle, in denen ein Mann eine Frau beispielsweise aus männlichem Besitzdenken heraus töte, grundsätzlich als Mord zu bewerten seien. „Höchststrafen für Femizide sind nach geltendem Strafrecht längst möglich“, sagte Hubig. Aber: „Wir sehen uns auch den Mordparagrafen an.“ Es müsse aber klar sein, dass eine Änderung des Mordtatbestands sehr anspruchsvoll sei.

Hubig räumte ein, dass Gerichte mitunter noch ein altmodisches Rollenverständnis von Beziehungen zwischen Männern und Frauen hätten: „Wir haben in Teilen der Gesellschaft immer noch ein Frauenbild, das sehr traditionell und altmodisch ist. Und natürlich ist auch die Justiz ein Spiegel der Gesellschaft.“

In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland Hunderte Frauen von ihren Ehemännern, Partnern oder früheren Partnern getötet. In den Jahren 2023 und 2024 waren es mindestens 280 Fälle. Im vergangenen Jahr wurden laut einer Recherche des „Stern“, die auf der Auswertung von Polizeimeldungen, Presseberichterstattung und Akten aus Strafverfahren basiert, rund 90 Fälle öffentlich.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Stefanie Hubig (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will Frauen besser vor partnerschaftlicher Gewalt schützen.
  • Geplant sind Fußfesseln für Tatverdächtige und härtere Strafen für Täter.
  • In Deutschland gab es in den Jahren 2023 und 2024 mindestens 280 Fälle von Femizid.

Warum ist das wichtig?

  • Verbesserung des Schutzes für Frauen vor partnerschaftlicher Gewalt
  • Einführung elektronischer Fußfesseln für Gewalttäter kann Leben retten
  • Überprüfung der rechtlichen Einstufung von Femiziden als Mord

Wer ist betroffen?

  • Frauen
  • Ehemänner, Partner oder frühere Partner
  • Gewalttäter

Zahlen/Fakten?

  • 280 Fälle von Femiziden in 2023 und 2024
  • Rund 90 Femizid-Fälle im letzten Jahr öffentlich dokumentiert
  • Anordnung einer Fußfessel auch ohne vorherige Übergriffe möglich

Wie geht’s weiter?

  • Einführung elektronischer Fußfesseln für Gewalttäter
  • Überprüfung des Mordparagrafen in Bezug auf Femizide
  • Anpassung des Rollenverständnisses in der Justiz
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Don't Miss