EuGH: Ungarisches LGBTQ-Gesetz nicht mit EU-Werten vereinbar

21. April 2026
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EuGH: Ungarisches LGBTQ-Gesetz nicht mit EU-Werten vereinbar

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Rechtsstreit über Ungarns LGBTQ-Gesetz in Luxemburg

() – Das umstrittene ungarische LGBTQ-Gesetz verstößt gegen zentrale Bestimmungen der EU-Grundrechtecharta. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil.

Das ungarische Gesetz, welches laut „zum Schutz von Kindern“ verabschiedet wurde, untersagt oder beschränkt den Zugang zu Inhalten, die von der dem Geschlecht bei der Geburt entsprechenden persönlichen Identität abweichen, Geschlechtsumwandlungen oder Homosexualität darstellen oder vermitteln.

Der Gerichtshof stellte fest, dass das ungarische Gesetz gegen die Freiheit verstößt, Dienstleistungen zu erbringen und in Anspruch zu nehmen, wie sie im Primärrecht der Union verankert ist. Die Änderungen schränkten die Möglichkeit von Mediendiensteanbietern ein, Inhalte zu entwickeln und zu verbreiten. Diese Einschränkungen seien nicht gerechtfertigt, da sie bestimmte sexuelle Identitäten und Ausrichtungen stigmatisieren und diskriminieren.

Zudem stellte der Gerichtshof fest, dass das ungarische Gesetz gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstößt, da es den Zugang zu Strafregisterinformationen erweitert, ohne ausreichende Garantien für die Rechte der betroffenen Personen zu bieten. Der Gerichtshof machte deutlich, dass das Gesetz die Menschenwürde verletzt, indem es bestimmte Gruppen als Gefahr für die Gesellschaft darstellt. Dies widerspreche den Werten der Europäischen Union, die auf Pluralismus und der Achtung der Menschenrechte basieren.

Das sogenannte LGBTQ-Gesetz war im Jahr 2021 von der Regierung des zuletzt abgewählten Ministerpräsidenten Viktor Orbán auf den Weg gebracht worden. Die Europäische Kommission hatte als Reaktion beim Gerichtshof eine Vertragsverletzungsklage gegen Ungarn eingereicht.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ungarns Parlament (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • EuGH entscheidet, dass ungarisches LGBTQ-Gesetz gegen EU-Grundrechtecharta verstößt.
  • Gesetz stigmatisiert und diskriminiert bestimmte sexuelle Identitäten, verletzt Menschenwürde.
  • Europäische Kommission reicht Vertragsverletzungsklage gegen Ungarn ein.

Warum ist das wichtig?

  • Verletzung der EU-Grundrechtecharta
  • Stigmatisierung und Diskriminierung bestimmter sexueller Identitäten
  • Widerspruch zu den Werten der Europäischen Union

Wer ist betroffen?

  • LGBTQ-Personen
  • Mediendiensteanbieter
  • Betroffene Personen hinsichtlich Datenschutz

Zahlen/Fakten?

  • Ungarisches LGBTQ-Gesetz verstößt gegen EU-Grundrechtecharta
  • Gesetz aus 2021 von Viktor Orbáns Regierung
  • Europäische Kommission reicht Vertragsverletzungsklage gegen Ungarn ein

Wie geht’s weiter?

  • mögliche Sanktionen gegen Ungarn durch die EU
  • zukünftige rechtliche Schritte der Europäischen Kommission
  • Überprüfung und Anpassung des ungarischen Gesetzes erforderlich
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