Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Migration und Asyl in Europa 2025
Valletta () – Zwischen Januar und Oktober 2025 haben etwas mehr als 76.000 Staatsangehörige aus Venezuela einen Antrag auf Schutz in der Europäischen Union gestellt. Die allermeisten von ihnen in Spanien, wie aus der Antwort der EU-Asylbehörde EUAA auf eine Nachfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe hervorgeht. Damit lag die Zahl der Schutzsuchenden aus Venezuela in der EU schon in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres über der Gesamtzahl von 2024 (rund 74.000).
Ende Februar sollen laut EUAA die Asylzahlen für das ganze Jahr 2025 vorliegen. Die EU-Behörde geht nach Angaben eines Sprechers davon aus, dass Venezolaner in den 27 EU-Staaten sowie Norwegen und der Schweiz „entweder die größte oder die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe“ sein werden, die Schutz in Europa sucht, sobald die Daten für 2025 vollständig sind.
Zugleich ist die Anerkennung von Asyl bei venezolanischen Staatsangehörigen in der EU sehr gering. Zwischen Januar und Oktober 2025 führten laut EUAA monatlich nur ein Prozent der Schutzanträge zu einem internationalen Flüchtlingsschutz und ein Prozent zu einer Entscheidung über subsidiären Schutz in der EU. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) in Deutschland lehnt fast alle Asylanträge von Menschen aus Venezuela ab.
Vor allem Spanien erteilt venezolanischen Geflüchteten jedoch oftmals einen humanitären Aufenthaltsstatus nach nationalem Recht. Mit diesem Schutztitel kann ein Großteil der Asylsuchenden aus Venezuela in Europa bleiben.
Die EU-Asylbehörde EUAA beruft sich auf Daten von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, sowie auf ein behördeneigenes Auswertungssystem. Als Gründe für die stark gestiegenen Flüchtlingszahlen der vergangenen Jahre aus dem lateinamerikanischen Land nennt die EUAA die „wirtschaftliche und politische Situation“ in Venezuela unter der Regierung von Nicolás Maduro; in Verbindung mit der vergleichsweise niedrigen Schwelle für eine Einreise in die EU, speziell nach Spanien. Über die Auswirkung der Festnahme Maduros durch die USA auf das Migrationsgeschehen in Europa trifft die EU-Asylbehörde keine Aussage.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | EU-Fahnen (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Über 76.000 Venezolaner haben zwischen Januar und Oktober 2025 in der EU einen Antrag auf Schutz gestellt, hauptsächlich in Spanien.
- Die Anerkennung von Asyl für Venezolaner in der EU ist sehr gering, mit nur einem Prozent der Anträge, die zu internationalem Flüchtlingsschutz führen.
- Spanien gewährt vielen venezolanischen Asylsuchenden einen humanitären Aufenthaltsstatus.
Warum ist das wichtig?
- Steigende Zahl von venezolanischen Asylsuchenden in der EU deutet auf eine Krise hin.
- Geringe Anerkennungsrate führt zu Unsicherheit über rechtlichen Status.
- Humanitäre Aufnahmeregelungen in Spanien bieten Möglichkeit für Schutz.
Wer ist betroffen?
- Staatsangehörige aus Venezuela
- Asylsuchende in der Europäischen Union
- Geflüchtete in Spanien
Zahlen/Fakten?
- Über 76.000 venezolanische Staatsangehörige haben zwischen Januar und Oktober 2025 einen Schutzantrag in der EU gestellt.
- Im gesamten Jahr 2024 betrug die Zahl der Schutzsuchenden aus Venezuela rund 74.000.
- Nur 1% der Schutzanträge führte zu internationalem Flüchtlingsschutz oder subsidiärem Schutz in der EU.
Wie geht’s weiter?
- Ende Februar 2025 werden die Asylzahlen für das gesamte Jahr veröffentlicht.
- Prognosen deuten darauf hin, dass Venezolaner eine der größten Schutz suchenden Gruppen in der EU sein werden.
- Spätere Entwicklungen zur Anerkennung von Asylanträgen sind ungewiss, da derzeit nur eine geringe Erfolgsquote besteht.
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