Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Innovationsförderung und Hochschulpolitik in Berlin
Berlin () – Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat am Mittwoch ihr Jahresgutachten an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) übergeben.
Bei der künstlichen Intelligenz hätten die USA und China einen großen Vorsprung, sagte die EFI-Vorsitzende, Irene Bertschek vom Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), bei der Vorstellung des Gutachtens. „Aber wir können es uns nicht erlauben, hier aufzugeben und aus dem Rennen auszusteigen. Wir müssen investieren in den Ausbau von Rechenkapazitäten, in eine bessere Datennutzung, in die Forschung zu neuen KI-Modellen und in die Stärkung des europäischen Binnenmarkts.“
Weiter erklärte Bertschek, dass aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen weitere Anstrengungen in der sicherheitsrelevanten Forschung und Innovation erforderlich seien. „Zum Beispiel sollte die innovationsorientierte Beschaffung von Verteidigungsgütern aktiv als Instrument genutzt werden“, sagte sie.
Die EFI-Vorsitzende ging zudem auf den Wissenstransfer von Hochschulen ein. „Viele neue und bahnbrechende Ideen entstehen aus der Forschung in Hochschulen, aber die Potenziale werden nicht ausgeschöpft. Das heißt, wir müssen beim Transfer in die Anwendung dringend nachlegen. Der Transfer muss endlich gleichberechtigt neben Forschung und Lehre stehen“, forderte sie.
Insbesondere mittelständischen Unternehmen seien wichtige Akteure im deutschen Forschungs- und Innovationssystem. „Innovationshürden sollten entsprechend aus dem Weg geräumt werden, zum Beispiel indem Antragsprozesse für die Innovationsförderung vereinfacht und die Einwanderung qualifizierter Fachkräfte erleichtert werden“, so Bertschek.
„Eins muss uns allen klar sein: Der Staat kann nicht alle erforderlichen Investitionen alleine stemmen. Daher sollte die Hightech Agenda nicht nur als Arbeitsprogramm verstanden werden, sondern auch als Instrument, um alle Akteure des Forschungs- und Innovationssystems zu motivieren, um massive private Investitionen in Forschung und Innovationen und vor allem in Schlüsseltechnologien zu mobilisieren und um die großen Chancen, die mit diesen Technologien verbunden sind, in die Breite der Gesellschaft zu kommunizieren“, forderte die EFI-Vorsitzende.
Guido Bünstorf, Mitglied der EFI und Professor an der Universität Kassel, warb für eine bessere Ausstattung der Hochschulen. „Forschungsstarke Universitäten nehmen sowohl bei Patentanmeldungen als auch bei wissenschaftlichen Publikationen, die in Patenten zitiert werden, eine Spitzenposition ein“, sagte Bünstorf. „Gerade in der anwendungsorientierten Grundlagenforschung geht wissenschaftliche Exzellenz häufig mit konkretem Anwendungspotenzial einher. Viele technologische Durchbrüche – vom Laser bis zu mRNA-Impfstoffen – sind aus dieser Art der Forschung hervorgegangen.“
Strukturelle Faktoren würden jedoch den Wissens- und Technologietransfer an deutschen Hochschulen ausbremsen. „Viele Transfereinrichtungen sind nicht ausreichend ausgestattet, nicht zuletzt, weil sie nicht dauerhaft aus den Grundmitteln der Hochschulen finanziert werden, sondern aus kurzfristigen Drittmittelprojekten“, erklärte Bünstorf.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Übergabe EFI-Gutachten am 11.02.2026 |
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Übergabe des Jahresgutachtens der Expertenkommission Forschung und Innovation an Bundeskanzler Friedrich Merz
- Forderung nach verstärkten Investitionen in KI-Forschung und bessere Nutzung von Daten
- Notwendigkeit für Verbesserungen beim Wissenstransfer von Hochschulen in die Praxis
Warum ist das wichtig?
- Wettbewerbsfähigkeit im Bereich künstliche Intelligenz sichern
- Innovationspotential von Hochschulen besser nutzen
- Mittelstand als zentrale Akteure im Forschungs- und Innovationssystem stärken
Wer ist betroffen?
- Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU)
- mittelständische Unternehmen
- Hochschulen
Zahlen/Fakten?
- USA und China haben großen Vorsprung in künstlicher Intelligenz
- Mittelständische Unternehmen sind wichtige Akteure im Forschungs- und Innovationssystem
- Forschungsstarke Universitäten haben Spitzenposition bei Patentanmeldungen und wissenschaftlichen Publikationen
Wie geht’s weiter?
- Ausbau von Rechenkapazitäten und Datennutzung in KI fördern
- Innovationsorientierte Beschaffung von Verteidigungsgütern aktiv nutzen
- Wissens- und Technologietransfer an Hochschulen verbessern
- EU-Rat fordert Stopp der Angriffe auf Energieanlagen in Nahost - 19. März 2026
- KORREKTUR: Freiburg im Europa-League-Viertelfinale - 19. März 2026
- Europa League: Stuttgart scheidet gegen FC Porto aus - 19. März 2026
