Politikwissenschaftler: Merz droht "Schiffbruch"

3. August 2026
1 min Lesezeit

Politik: Kanzler Merz unter Druck in
Mainz () – Trotz wachsender Kritik innerhalb der CDU sieht der Politikwissenschaftler Constantin Wurthmann derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Kanzlerschaft von Friedrich Merz (CDU). Parteivorsitzende oder Kanzler hielten sich, wenn sie innerhalb der Partei genügend Unterstützung hätten und es keine Alternativen gebe, sagte Wurthmann der „Rheinischen Post“. Für Merz spreche, dass es innerhalb der Unionsfamilie nur wenige gebe, die Erfahrung und Rückhalt hätten, um die Kanzlerschaft zu übernehmen.

Die Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) und Markus Söder (CSU) hätten zwar Ambitionen, so der Parteienforscher von der Universität Mainz. „Aber ich habe Zweifel, dass die CDU Söder kampflos die Kanzlerschaft überließe oder die SPD dies mittragen würde“, sagte Wurthmann.

Gleichzeitig bescheinigte der Politikwissenschaftler dem Kanzler ein erhebliches Problem bei der Erfüllung der eigenen politischen Versprechen. Der Kanzler habe im Vorfeld viel versprochen und am Ende zu wenig gehalten, sagte Wurthmann. Wer mit einem solchen Erwartungsmanagement arbeite, es aber nicht erfülle, erleide „notwendigerweise Schiffbruch“. Merz habe seinen Vorgänger Olaf Scholz mal als „Klempner der Macht“ bezeichnet. Er selbst scheine, um in seinen Worten zu bleiben, zum „Rohrbruch“ zu werden.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Friedrich Merz am 29.07.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Politikwissenschaftler: Merz droht "Schiffbruch"

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Trotz wachsender Kritik innerhalb der CDU sieht Politikwissenschaftler Constantin Wurthmann keine unmittelbare Gefahr für Friedrich Merz’ Kanzlerschaft
  • Wurthmann bemängelt, Merz habe im Vorfeld viel versprochen, aber am Ende zu wenig gehalten und damit Erwartungen nicht erfüllt
  • Söder habe zwar Ambitionen, aber Wurthmann bezweifelt, dass die CDU ihn kampflos übernehmen würde und dass die SPD dies mittragen würde

Warum ist das wichtig?

  • Keine unmittelbare Gefahr für die Kanzlerschaft von Friedrich Merz, weil in der Unionsfamilie nur wenige mit ausreichender Erfahrung und Rückhalt vorhanden sind
  • Mangelnde Erfüllung politischer Versprechen gefährdet Vertrauen und kann politisch „Schiffbruch“ bedeuten

Wer ist betroffen?

  • Friedrich Merz (CDU)
  • Parteivorsitzende bzw. Kanzler innerhalb der CDU
  • Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sowie Ministerpräsident Markus Söder (CSU)

Zahlen/Fakten?

  • Keine Angabe

Wie geht’s weiter?

  • Friedrich Merz sieht nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers Constantin Wurthmann derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Kanzlerschaft, weil innerhalb der Union nur wenige ausreichend Rückhalt und Erfahrung für einen Wechsel hätten
  • Merz wird gleichzeitig vorgeworfen, seine politischen Versprechen nicht ausreichend einzulösen, was künftig zu stärkerer Kritik führen könnte
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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