Yougov: AfD verliert – bleibt aber klar stärkste Kraft

14. Juli 2026
1 min Lesezeit

Politik in : AfD-Ausblick in Umfragen

Berlin () – Die AfD verliert in der aktuellen Umfrage des Instituts Yougov im Vergleich zum Vormonat deutlich, bleibt aber klar stärkste Kraft. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden laut der Erhebung, die am Dienstag veröffentlicht wird, 27 Prozent der Wähler in die AfD wählen, und damit 2 Prozentpunkte weniger als im Juni.

CDU/CSU kommen aktuell unverändert auf 20 Prozent – der Abstand verringert sich damit auf 7 Prozentpunkte. Die Grünen liegen auf Platz drei und stehen unverändert bei 14 Prozent. SPD und Die Linke liegen gleichauf bei 12 Prozent, ebenfalls ohne Veränderung zum Vormonat.

Die FDP bleibt bei 5 Prozent, das BSW kommt unverändert auf 4 Prozent. 6 Prozent der Wähler würden für eine andere Partei („Sonstige“) stimmen.

Weitere Ergebnisse: Drei von vier Bundesbürgern (74 Prozent) denken, dass sich Deutschland generell in die falsche Richtung entwickelt. Besonders Wähler der AfD (93 Prozent) und der Linken (84 Prozent) sind dieser Überzeugung, aber auch unter Wählern der Grünen (69 Prozent), der SPD (63 Prozent) und der Union (58 Prozent) ist jeweils eine Mehrheit dieser Meinung.

Etwas mehr als jeder Zweite (55 Prozent) in Deutschland findet, dass das Land tiefgreifende Reformen benötigt. In allen Wählergruppen ist eine Mehrheit dieser Meinung (AfD: 67 Prozent, CDU/CSU: 57 Prozent, Die Linke: 55 Prozent, Die Grünen: 50 Prozent, SPD: 49 Prozent).

Die Unterstützung für das Reformpaket der Bundesregierung ist allerdings dennoch gering. Nur jeder Zehnte (13 Prozent) ist der Meinung, dass das Reformpaket notwendig ist und Unterstützung verdient. 27 Prozent finden, dass die Reformen grundsätzlich notwendig sind, aber haben Zweifel an der Umsetzung.

Fast die Hälfte der Bundesbürger (45 Prozent) ist der Meinung, dass die Reformen in die falsche Richtung gehen. 9 Prozent können die Reformen nach eigenen Angaben nicht beurteilen und 5 Prozent sind unentschieden bzw. machen keine Angabe.

Besonders AfD-Wähler (65 Prozent) und Linke-Wähler (64 Prozent) sind der Meinung, dass das Reformpaket in die falsche Richtung geht. Unter Wählern der Grünen (44 Prozent) und SPD (40 Prozent) ist die Ablehnung geringer, unter Wählern von CDU/CSU (30 Prozent) glaubt knapp jeder Dritte, dass die Reformen in die falsche Richtung gehen.

Yougov hatte zwischen dem 10. und 13. Juli 2.230 Personen online befragt, an der „Sonntagsfrage“ hatten davon nur 1.827 Menschen teilgenommen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: AfD-Vorstand (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Yougov: AfD verliert – bleibt aber klar stärkste Kraft

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Was ist passiert?

  • Die AfD verliert in der Yougov-Umfrage im Vergleich zum Vormonat deutlich, bleibt aber mit 27 Prozent klar stärkste Kraft
  • CDU/CSU kommen auf 20 Prozent, Grüne auf 14 Prozent, SPD und Die Linke jeweils auf 12 Prozent, FDP auf 5 Prozent und BSW auf 4 Prozent
  • 74 Prozent der Bundesbürger glauben, dass sich Deutschland in die falsche Richtung entwickelt, und 55 Prozent fordern tiefgreifende Reformen

Warum ist das wichtig?

  • Zeigt Stimmungs- und Meinungsverschiebungen kurz vor der Bundestagswahl, unter anderem dass die AfD zwar verliert, aber stärkste Kraft bleibt und CDU/CSU näher rückt
  • Machtdynamik bei Reformen: 74 Prozent sehen Deutschland in die falsche Richtung und nur 13 Prozent halten das Reformpaket der Bundesregierung für notwendig und unterstützenswert
  • Der starke Widerspruch zu Reformen nach Parteisicht beeinflusst die politische Akzeptanz von Regierungsplänen deutlich, etwa besonders bei AfD- und Linken-Wählern

Wer ist betroffen?

  • Wähler der AfD (93 Prozent denken, dass sich Deutschland in die falsche Richtung entwickelt)
  • Wähler der Linken (84 Prozent denken, dass sich Deutschland in die falsche Richtung entwickelt)
  • Wähler der AfD (65 Prozent) und der Linken (64 Prozent) finden, dass das Reformpaket in die falsche Richtung geht

Zahlen/Fakten?

  • AfD 27 Prozent (−2 Prozentpunkte ggü. Juni), CDU/CSU 20 Prozent, Grüne 14 Prozent, SPD und Linke je 12 Prozent, FDP 5 Prozent, BSW 4 Prozent, Sonstige 6 Prozent
  • 74 Prozent denken, Deutschland entwickelt sich in die falsche Richtung; 55 Prozent wollen tiefgreifende Reformen
  • Yougov befragte 2.230 Personen (10. bis 13. Juli), 1.827 nahmen an der Sonntagsfrage teil

Wie geht’s weiter?

  • Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würden 27 Prozent AfD wählen und damit 2 Prozentpunkte weniger als im Juni
  • Reformen werden überwiegend als nötig, aber in die falsche Richtung bewertet: 55 Prozent brauchen tiefgreifende Reformen, nur 13 Prozent halten das Reformpaket der Bundesregierung für notwendig
  • 74 Prozent denken, Deutschland entwickelt sich generell in die falsche Richtung; besonders AfD- (93 Prozent) und Linke-Wähler (84 Prozent)
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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