Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Außenpolitik und Nahost-Konflikt in Rabat
Rabat () – Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat angesichts des Nahost-Konflikts, steigender Energiepreise und der stockenden Iran-Verhandlungen um Geduld geworben. „Wir brauchen jetzt ein bisschen auch Geduld. Wir brauchen Konsequenz, wir brauchen Geduld – und wir müssen zusammenstehen“, sagte Wadephul dem „Nachtjournal Spezial“ des Senders RTL während seiner Reise nach Rabat in Marokko.
Der Iran befinde sich in einer „ökonomisch katastrophalen Situation“ und sei militärisch „erheblich geschlagen“. Deshalb werde Teheran „schon zu irgendeinem Zeitpunkt an den Verhandlungstisch kommen“, sagte er.
Europa, die USA und auch die Golfstaaten hätten eine gemeinsame Position, so Wadephul. Der Iran müsse eingegrenzt werden und dürfe „nicht weiter mit sogenannten Proxys wie Hisbollah, Hamas, Huthi die Welt verunsichern“. Zudem müsse die Straße von Hormus wieder frei werden. „Wir brauchen Solidarität und Miteinander im Bündnis und mit unseren Partnern in der Welt. Und wenn wir das zeigen, dann werden wir uns durchsetzen“, sagte der CDU-Politiker.
Mit Blick auf den Ukraine-Krieg zeigte sich Wadephul weiter zuversichtlich. Russland mache keine Fortschritte und verliere „wahnsinnig viele Soldaten“. Deshalb brauche es nun „eine neue Verhandlungsrunde“. Durch die Iran-Krise seien wichtige US-Unterhändler derzeit gebunden. „Das heißt am Ende des Tages, dass wir Europäer, glaube ich, doch schon eine stärkere Rolle werden übernehmen müssen.“ Er bleibe überzeugt, „dass mit Russland eine Einigung möglich ist“, so Wadephul.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Anti-Iran-Protest (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesaußenminister Johann Wadephul fordert Geduld und Konsequenz im Umgang mit dem Iran.
- Er betont, dass der Iran an den Verhandlungstisch kommen wird und die Situation ökonomisch katastrophal ist.
- Wadephul äußert Optimismus bezüglich einer Einigung mit Russland im Ukraine-Konflikt.
Warum ist das wichtig?
- Geduld und Konsequenz sind in Krisenzeiten entscheidend für diplomatische Lösungen.
- Gemeinsame Position von Europa, USA und Golfstaaten stärkt die Verhandlungsbasis gegen den Iran.
- Solide Bündnissolidarität kann helfen, regionale Konflikte zu entschärfen.
Wer ist betroffen?
- Iran
- Europa
- USA
Zahlen/Fakten?
- Iran in "ökonomisch katastrophaler Situation"
- Irans militärische Niederlage
- Russland verliert "wahnsinnig viele Soldaten" im Ukraine-Krieg
Wie geht’s weiter?
- Geduld und Konsequenz eingefordert
- Iran wird irgendwann an den Verhandlungstisch kommen
- Stärkere Rolle Europas in Verhandlungen mit Russland erwartet
- SPD hält Wahlrechtsreform für gescheitert - 30. April 2026
- CDU und SPD in Rheinland-Pfalz stellen Koalitionsvertrag vor - 30. April 2026
- Von Stetten wirft SPD Blockadehaltung vor - 30. April 2026
