Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Flüchtlingspolitik in Deutschland: Kosten und Änderungen
Berlin () – Der am Mittwoch vom Bundeskabinett auf den Weg gebrachte sogenannte Rechtskreiswechsel für einen Teil der ukrainischen Flüchtlinge in Deutschland verursacht unterm Strich deutliche Mehrausgaben.
Im Kalenderjahr 2026 entstünden im Bürgergeld und in der Sozialhilfe zusammen Minderausgaben von 831 Millionen Euro durch diesen Rechtskreiswechsel, sagte eine Sprecherin des Bundesarbeitsministeriums am Mittwoch in Berlin auf Anfrage der . Im zukünftig zuständigen Asylbewerberleistungsgesetz entstehen demnach aber im gleichen Zeitraum Mehrausgaben von 862 Millionen Euro. „Die Differenz, die da entsteht, ist auf den höheren Verwaltungsaufwand im Asylbewerberleistungsgesetz zurückzuführen“, so die Sprecherin.
Die steigenden Kosten dürften vor allem auf Länder und Kommunen zukommen. Auf die Nachfrage, ob sie mit der Zustimmung im Bundesrat rechne, sagte die Sprecherin, dass man „zufrieden“ sei, dass man das Gesetz „wirklich möglichst bürokratiearm“ jetzt auf den Weg gebracht habe. „Das Weitere müssen wir dann wirklich dem Verfahren überlassen.“
Dem Gesetz zufolge sollen künftig alle Ukrainer, die nach dem 1. April 2025 nach Deutschland gekommen sind, wie Asylbewerber behandelt werden. Bisher erhalten die Ukrainer Bürgergeld. Mit dem Wechsel wird ein Versprechen des Koalitionsvertrags umgesetzt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine in Deutschland (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Rechtskreiswechsel für ukrainische Flüchtlinge in Deutschland vom Bundeskabinett beschlossen
- Minderausgaben von 831 Millionen Euro im Bürgergeld und Sozialhilfe, Mehrausgaben von 862 Millionen Euro im Asylbewerberleistungsgesetz für 2026
- Ukrainische Flüchtlinge ab April 2025 sollen wie Asylbewerber behandelt werden
Warum ist das wichtig?
- Mehrausgaben von 862 Millionen Euro durch den Rechtskreiswechsel für ukrainische Flüchtlinge
- Höherer Verwaltungsaufwand im Asylbewerberleistungsgesetz
- Auswirkungen auf Länder und Kommunen durch steigende Kosten
Wer ist betroffen?
- ukrainische Flüchtlinge in Deutschland
- Länder und Kommunen
Zahlen/Fakten?
- Minderausgaben von 831 Millionen Euro im Bürgergeld und in der Sozialhilfe im Jahr 2026
- Mehrausgaben von 862 Millionen Euro im Asylbewerberleistungsgesetz im gleichen Zeitraum
- Höherer Verwaltungsaufwand als Ursache für die Differenz
Wie geht’s weiter?
- Kostensteigerungen für Länder und Kommunen
- Genehmigung des Gesetzes im Bundesrat abwarten
- Umsetzung eines Versprechens im Koalitionsvertrag
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